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Brain Gym - verbessern Sie so Ihre Lern-, Konzentrations- und Gehirnleistungen

Wir alle werden mit außerordentlichen Lernfähigkeiten geboren und verfügen von Geburt an über alle Voraussetzungen, die wir brauchen, um effektiv und gut zu lernen. Im Laufe der Jahre lösen bei vielen Menschen jedoch unterschiedlichste Faktoren Lernblockaden aus.

Mit diesen Übungen können Sie Ihre Lernfähigkeit erfolgreich steigern. Brain-Gym® (Gehirn-Gymnastik) ist eine sehr effektive Methode, mit der Sie Ihre Lern-, Konzentrations- und Gehirnleistungen aktivieren und verbessern können.

Anders als beim so genannten Gehirnjogging geht es hier aber nicht um Denksportaufgaben, sondern tatsächlich um körperliche Bewegung. Das Brain-Gym® besteht aus einer Reihe verschiedener Übungen, durch die Sie besser und einfacher lernen können.

Ohne Bewegung lernen Sie uneffektiv

Wir lernen, indem wir durch unseren Körper mit der Welt interagieren. Am besten und eindringlichsten erforschen wir unsere Umgebung, indem wir sie über unseren Körper sinnlich erfahren und verstehen. Wir nehmen sensorische Reize über unsere 5 Sinne und über unseren so genannten „Vestibularapparat“ auf.

Der Vestibularapparat ist ein System aus verschiedenen Körperteilen und Organen und ist für die Koordination unserer Bewegungen und für unser Gleichgewicht zuständig. Alle Bewegungen, die wir bewusst oder unbewusst während des Lernens machen, beeinflussen den Lernprozess nachhaltig und ermöglichen ihn erst.

Das ist der Grund, warum Kinder sehr oft körperlich nachspielen, was ihnen erzählt wurde. Neben Bewegungen sind auch Berührungen wesentlich für das Lernen. Es ist inzwischen bekannt, dass Säuglinge seelisch und geistig verkümmern, ja sogar sterben können, wenn sie keine körperlichen Berührungen erfahren.

Motivieren Sie Ihren Geist durch Bewegung

Das Brain-Gym® wurde von Dr. Paul Dennison in den siebziger Jahren in Kalifornien entwickelt. Die positiven Wirkungen der verschiedenen Übungen basieren auf der Tatsache, dass Lernen nur durch Bewegung möglich ist.

Durch die einfachen und unkompliziert durchzuführenden Brain-Gym®-Übungen wird das gesamte Körper-Geist-System mobilisiert. Durch die integrativen Bewegungen werden die verschiedenen Bereiche des Körpers zusammen aktiviert.

Bei Tests konnten enorme Verbesserungen der Lernleistungen festgestellt werden, nachdem Brain-Gym®-Übungen durchgeführt wurden. Sogar bei der Behandlung von Schock und Phobien konnten Behandlungserfolge durch die Übungen erreicht werden.

Fünf Übungen, um Ihr Gedächnisleistung zu verbessern

Das Brain-Gym® besteht aus einer ganzen Reihe von Übungen, aber Sie können auch mit einzelnen Übungen schon die positiven Wirkungen erfahren. Hier also eine kleine Auswahl an einfach durchzuführenden Brain-Gym®-Übungen für Sie:

1. Übung: Überkreuzbewegung

Die Überkreuzbewegung ist eine sehr einfache Übung: Gehen Sie einfach auf der Stelle, ziehen Sie jeweils das eine Knie hoch und bringen Sie das Bein mit dem Ellenbogen des angewinkelten Arms der anderen Seite zusammen: also das linke Bein mit dem rechten Ellenbogen und umgekehrt. Versuchen Sie, diese Bewegung möglichst langsam und bewusst auszuführen.

Wirkung der Übung: Mit dieser Übung stimulieren Sie die Funktionen Ihres gesamten Gehirns und der Stirnlappen. Das hat umfassende positive Auswirkungen auf sowohl geistige als auch körperliche Aktivitäten.

2. Übung: Schwerkraftgleiter

Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl. Strecken Sie die Beine nach vorne aus, so dass die Füße noch den Boden berühren, legen Sie ein Fußgelenk auf das andere und beugen Sie dann die Knie leicht.

Atmen Sie nun langsam aus und beugen Sie sich dabei nach vorne unten in Richtung Ihrer überkreuzten Füße. Ihre Arme lassen Sie gestreckt und parallel zu den Beinen. Beugen Sie sich nur so weit nach vorne, wie es Ihnen angenehm ist.

Beim Einatmen richten Sie sich wieder in Ihre ursprüngliche Sitzposition auf. Wiederholen Sie diese Übung so oft Sie mögen, mindestens aber dreimal. Dann überkreuzen Sie Ihre Füße anders herum und machen die Übung noch einmal. Vorsicht: Bürostühle mit Rollen können dabei wegrollen.

Wirkung der Übung: Sowohl langes Sitzen als auch Stress verursachen Verspannungen im Beckenbereich. Mit dieser Übung können Sie diesen Bereich entspannen und er wird besser durchblutet.

Durch eine Entspannung erreichen Sie eine bessere Körperkoordination und ein besseres Gleichgewichtsgefühl. Außerdem wird die Auffassungsfähigkeit gesteigert.

3. Übung: Elefant

Sie stehen aufrecht mit entspannten Knien. Legen Sie das linke Ohr auf Ihre linke Schulter. Sie sollten das Ohr so dicht an die Schulter bringen, dass Sie so ein Stück Papier festhalten könnten – eventuell müssen Sie Ihre Schulter dazu etwas hochziehen.

Ihr linker Arm ist gestreckt. Nun malen Sie mit dem ausgestrecktem Zeigefinger des gestreckten Arms vor sich eine große liegende Acht in den Raum, indem Sie Ihren Oberkörper von der Taille an dazu einsetzen.

Beginnen Sie vom Körper aus mit der Bewegung nach links oben. Verfolgen Sie über die gesamte Acht hinweg Ihre Fingerspitze mit den Augen. Machen Sie diese Übung dreibis fünfmal mit jeder Seite.

Wirkung der Übung: Mit der Übung werden alle Bereiche Ihres Geist-Körper-Systems aktiviert. Außerdem lösen Sie damit Verspannungen im Nackenbereich.

4. Übung: Alphabet-Acht

Nehmen Sie sich ein Blatt Papier und beginnen Sie nun in der Mitte des Papiers damit, liegende Achten übereinander zu zeichnen. Setzen Sie dabei den Stift nicht ab. Zeichnen Sie nun 3 solcher Achten mit der rechten Hand und dann 3 mit der linken Hand und zum Schluss 3 Achten mit je einem Stift in der rechten und linken Hand.

Ihr Blick sollte auf die Spitze des Stifts gerichtet bleiben (wenn Sie mit beiden Händen zeichnen, fixieren Sie immer eine Spitze). Zeichnen Sie nun 3 Achten mit der Hand, mit der Sie normalerweise schreiben und dann schreiben Sie ohne den Stift abzusetzen ein kleines „a“ auf die linke Seite der liegenden Acht.

Ohne den Stift abzusetzen, malen Sie dann weitere 3 liegende Achten und dann ein „b“ auf die rechte Seite. Lassen Sie dann 3 liegende Achten folgen, um dann ein „c“ rechts zu malen und nach 2 weiteren Achten ein „d“ links. Enden Sie mit 3 liegenden Achten.

Wirkung der Übung: Diese schriftlichen Liegende-Acht-Übungen lösen Schreibblockaden auf und integrieren die beiden Gehirnhälften. Das setzt Ihre Kreativität frei.

Welcher Lerntyp sind Sie?

Bevor Sie mit einem gezielten Training beginnen, sollten Sie überprüfen, wie Sie am besten lernen. Die Lernforschung unterscheidet drei Typen der Wissensaneignung.

  1. Der auditive Typ lernt am besten über das Gehör. Wenn Sie ein auditiver Typ sind, können Sie wichtige Informationen auf Kassette sprechen und diese dann mehrmals abhören.
  2. Der visuelle Typ nimmt Informationen am besten über das Auge auf. Wenn Sie ein visueller Typ sind, sollten Sie sich wichtige Informationen unbedingt aufschreiben und den Text eventuell durch kleine Skizzen ergänzen.
  3. Der motorische Typ lernt besonders gut, wenn er sich dabei bewegen kann. Als motorischer Typ können Sie das, was Sie sich merken wollen, laut aussprechen und gleichzeitig als Pantomime darstellen. Sagen Sie z. B. „Ich muss heute Abend unbedingt noch bügeln“, bücken Sie sich dabei zu einem imaginären Wäschekorb und glätten Sie die Wäschestücke dann mit übertriebenen Bewegungen.

Voraussetzung für ein gutes Gedächtnis sind eine gute Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit, die Sie spielerisch praktisch nebenbei trainieren können: Kartenspiele (z. B. Bridge, Rommee, Canasta, Skat oder Doppelkopf) und Legetechniken (z. B. Memory, Patiencen oder Tangram) sind bestens geeignet. Auch beim Zeitunglesen können Sie prima üben.

Namen vergessen? Eselsbrücken helfen

Sehr bewährt sind so genannte Assoziationstechniken als Gedächtnisstütze (Mnemotechnik): Dazu verknüpfen Sie die Dinge, die Sie behalten wollen, mit Bildern. Diesen kleinen Trick benutzt unser Gehirn oft schon selbst, ohne dass es uns bewusst wird. Assoziationen sind z. B. enorm hilfreich, um sich Namen zu merken.

Einen Herrn Schneider merken Sie sich viel leichter, wenn Sie ihn sich im Schneidersitz mit einer Näharbeit auf dem Schoß vorstellen. Und bei einer Frau Hirschberg erleichtert Ihnen
das Bild eines Hirsches, der auf einer
Bergspitze steht, die Erinnerung. Viele
 Namen bieten zwar keine natürlichen
 Assoziationen. Trotzdem können Sie
die Technik anwenden. So können Sie
aus einem Herrn Hehn in Gedanken
einen Herrn Hahn machen und ihn mit
dem entsprechenden Tier assoziieren.

Bei der Loci-Methode werden Ihre Möbel zur Gedächtnisstütze

Die Loci-Methode wandten schon die Senatoren im alten Rom an, um sich ihre langen Reden zu merken. Der Trick besteht darin, bestimmte Orte (lat.: loci) oder Einrichtungsgegenstände in Ihrer Wohnung mit den Dingen zu verknüpfen, die Sie sich einprägen wollen. Wählen Sie dazu zunächst markante Orte Ihres Heims aus.

Prägen Sie sich diese Liste gut ein, indem Sie z. B. immer auf dem gleichen Weg durch die Wohnung gehen.

Beispiel für eine Loci-Liste:

  1. Briefkasten
  2. Haustür
  3. Garderobe
  4. Küche
  5. Sofa
  6. Esstisch
  7. Bad
  8. Schlafzimmer

Sobald diese Liste fest „sitzt“, können Sie sie als Anker nutzen und z. B. Ihre Einkaufsliste damit verknüpfen.

Beispiel für eine Einkaufsliste:

  1. Brot
  2. Joghurt
  3. Eier
  4. Mehl
  5. Blumenkohl
  6. Spinat
  7. Tomaten
  8. Glühbirnen

Nun assoziieren Sie: Brot passt nicht in „Briefkasten“ usw. Das Ganze ist ein Spiel, bei dem Sie sich die verrücktesten Verknüpfungen einfallen lassen dürfen. Wenn Sie erst einmal Routine haben, ist die Loci-Methode eine hervorragende Gedächtnisstütze, die Ihnen eine Menge Spaß bereiten kann.

Mind-Mapping – die Landkarte für Ihr Gedächtnis

Der Begriff „Mind-Mapping“ (Ideen-Landkarte) beschreibt bereits das Prinzip dieser Methode: Ein bestimmtes Themenfeld wird als Schaubild dargestellt, das man sich dann einprägt

So fertigen Sie eine Mind-Map an:

  1. Schreiben Sie das Thema, z.B. „Erikas 60. Geburtstag“, in die Mitte eines DIN-A4-Blatts.
  2. Gruppieren Sie um dieses Zentrum wichtige Dinge und spontane Ideen, die Sie auf keinen Fall vergessen wollen.
  3. Verwenden Sie Druckbuchstaben, da sich diese am besten ins Gedächtnis einprägen.
  4. Besonders wichtige Aspekte können Sie farbig markieren.

Diese Methode ist sehr gut geeignet, wenn Sie ein Fest oder eine Reise organisieren wollen, denn sie hilft Ihnen auch, Ihre Gedanken zu ordnen.