So können Sie ein Burnout-Syndrom erkennen / Preiselbeeren: Kein Mittel gegen Lippen-Herpes
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Aus der Sprechstunde
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In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
So können Sie ein Burnout-Syndrom erkennen
Frage: Ich habe den Eindruck, meine Tochter leidet unter einem Burnout-Syndrom. Leider stehe ich mit dieser Meinung allein da — sogar ihr Mann meint, dass daran nur gestresste Manager erkranken. Gibt es Symptome, die konkret auf das Burnout-Syndrom hinweisen?
Dr. Spitzbart: Längst ist es nicht mehr nur der Manager, der am Burnout-Syndrom erkrankt. Häufig sind Frauen betroffen, die die Doppelbelastung „Kinder und Haushalt" meistern, eventuell sogar noch berufstätig sind.
Wie aber können Sie so ein Erschöpfungssyndrom erkennen? Einen ersten Eindruck verschaffen Ihnen folgende Fragen:
- Brauchen Sie lange, um sich wirklich erholt zu fühlen, auch im Urlaub?
- Fühlen Sie sich morgens schon erschöpft?
- Haben Sie Probleme, sich zu konzentrieren?
- Macht Ihnen kaum noch eine Tätigkeit Spaß?
- Brauchen Sie immer mehr Energie, um Ihren Tätigkeiten nachzugehen?
- Fehlt Ihnen diese Energie oft?
- Haben Sie keine Lust mehr, sich mit anderen Menschen zu treffen?
- Dauert dieser Zustand schon sechs Monate oder länger?
Können Sie bzw. Ihre Tochter vier Fragen oder mehr mit einem Ja beantworten, sollte sie ihren Arzt aufsuchen und ihn auf das Thema „Burnout-Syndrom" ansprechen. Die Wege aus dieser Erschöpfung heraus sind nicht so leicht. Generell wird viel Schlaf, gesundes Essen und regelmäßige Bewegung empfohlen. Zudem umfasst die Therapie auch einen Lernprozess: Ihr wird dann beigebracht, wie sie „Nein" sagt, wenn es ihr zu viel wird, und wie sie Aufgaben abgibt.
Preiselbeeren: Kein Mittel gegen Lippen-Herpes
Frage: Stimmt es wirklich, dass Preiselbeeren gegen Herpes helfen können? Wenn ja: Was ist der Grund dafür?
Dr. Spitzbart: Forscher aus Taiwan sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Preiselbeeren einen Infektionsverlauf bei Herpes verlangsamen können.
Allerdings handelt es sich bei den bekämpften Erregern nicht um diejenigen, die für die bekannten und oft schmerzhaften Bläschen an der Lippe verantwortlich sind, sondern um die Erreger, die Genitalherpes auslösen. Inwieweit Ihnen der Verzehr von Preiselbeeren nun einen Schutz gegen diese Form des Herpes bringen würde, ist außerdem fraglich. Die taiwanesischen Forscher machten diese Entdeckung nämlich im Reagenzglas. Ob der Inhaltsstoff der Beeren die gleiche Wirkung auch beim Menschen hat, ist fraglich.