Selenmethionin kann Ihnen jeder Apotheker bestellen / Machen Sie einen Bogen um Glutamat / Gelatine für Ihre Knochen: Müssen Sie etwas beachten?
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In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
Selenmethionin kann Ihnen jeder Apotheker bestellen
Frage: In der Märzausgabe haben Sie als Nahrungsergänzung Selen empfohlen. Dabei sollte ein Präparat, das Selenmethionin enthält, gewählt werden. Ich wollte mir solches Selenmethionin in der Apotheke kaufen. Mein Apotheker konnte jedoch dieses Präparat nicht ausfindig machen. Wo kann ich es bekommen?
Dr. Spitzbart: Am besten beziehen Sie es direkt aus Amerika. Früher konnten das nur sogenannte Internationale Apotheken für Sie erledigen. Heute, in Zeiten des Internets, kann und darf das aber jeder Apotheker. Stoßen Sie in Ihrer Apotheke auf Widerstand und sagt man Ihnen, dass es angeblich nicht möglich ist, Ihnen das Mittel zu besorgen? Dann sollten Sie schnell die Apotheke wechseln. Gute ausländische Hersteller sind unter anderem Orthica oder Solgar.
Sie können auch über das Internet Selenmethionin (und andere Präparate) direkt beim Hersteller bestellen. Von dieser Methode rate ich Ihnen aber ab. Die Pakete bleiben meist beim Zoll hängen und gelangen gar nicht erst zu Ihnen.
Machen Sie einen Bogen um Glutamat
Frage: Sie warnen vor Glutamat als Nervenkiller. Aber es gibt doch auch vom Körper selbst produziertes Glutamat, oder? Und was ist mit den Studien, die aussagen, dass Glutamat in Wirklichkeit gar nicht schädlich ist?
Dr. Spitzbart: Glutamat ist in unserem Körper tatsächlich sehr wichtig. Es ist der hauptsächliche, erregende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Auch in Lebensmitteln kommt von Natur aus Glutamat vor, zum Beispiel in Eiern. Diese enthalten rund 4 g Glutamat pro Kilo.
Dann gibt es die Glutaminsäure und ihre Salze, die Lebensmitteln als „Ge-schmacksverstärker“ zugesetzt werden. Diese Menge ist viel höher als die, die natürlich in den Nahrungsmitteln vorkommt. Ein Gericht, das Glutamat enthält, kann die 400fache Menge des Glutamatwertes aufweisen, der in Eiern enthalten ist.
Es herrscht die Meinung vor, dass dieses künstliche Glutamat daher ungefährlich sei, weil es die Blut-HirnSchranke nicht überwinden und so gar nicht ins Gehirn gelangen kann. Daher seien Nervenschäden auch nicht zu befürchten, so einige Wissenschaftler. Aber Vorsicht: Die Blut-Hirn-Schranke ist nicht vollständig geschlossen! Gerade wenn Sie unter Vorerkrankungen leiden, zum Beispiel schon einmal einen Schlaganfall hatten, kann das künstlich zugeführte Glutamat im Gehirn Schaden anrichten.
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