Schwitzen beim Sport / Schwimmbadwasser
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GNL5356
In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
Frage: Ich schwitze beim Sport sehr schnell und sehr heftig. Nun meinte ein Sportkollege zu mir, ich müsse mehr trainieren, dann würde ich auch nicht so viel schwitzen. Denn viel Schweiß sei lediglich ein Zeichen von Untrainiertheit. Stimmt das?
Dr. Spitzbart: Diese Aussage stimmt überhaupt nicht. Vielmehr sollten Sie froh sein, dass Sie so viel schwitzen, denn Schweiß ist eine körpereigene Klimaanlage. Schon ohne dass Sie Sport treiben, verdunstet pro Tag ein halber Liter Schweiß auf Ihrem Körper und regelt dadurch die Temperatur auf Ihrer Haut. Bewegen Sie sich, steigt natürlich auch die Schweißmenge an. So kann ein Mensch, der 70 Kilo wiegt, beim Sport pro Stunde bis zu 2 Liter Schweiß abgeben. Denken Sie nur daran, dass Sie nach dem Sport genug trinken, am besten Apfelschorle, um die Mineralien und die Flüssigkeit, die Sie durch das Schwitzen verloren haben, wieder aufzufüllen.
Frage: Ich gehe gerne und viel schwimmen. Zwar leide ich weder unter einer Chlorallergie, noch habe ich Asthma, trotzdem möchte ich wissen, ob das Chlor im Schwimmbad-Wasser gefährlich für meine Gesundheit sein kann? Denn schon oft habe ich gehört, dass Profischwimmer unter Asthma leiden.
Dr. Spitzbart: Das Chlor im Wasser wird zu Desinfektionszwecken eingesetzt. Es hat aber keine Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Vielmehr liegt die erlaubte Menge im Schwimmbad-Wasser mit 0,2 mg/1 noch unter der für Trinkwasser (bis 0,3 mg/1). Sie haben Recht, dass Leistungsschwimmer verstärkt unter Asthma leiden. Dafür gibt es zwei Begründungen: Zum einen handelt es sich um so genanntes Belastungsasthma. Zum anderen kann es sein, dass vorhandenes Asthma tatsächlich durch Chlor im Schwimmbad verstärkt wird. Dies hat man aber nur bei absoluten Leistungssportlern beobachtet, die 2-mal pro Tag mehrere Stunden im gechlorten Schwimmwasser verbringen. Für Sie als Hobbyschwimmer, der wahrscheinlich noch nicht einmal auf die Hälfte der Schwimmbadzeit kommt und weder unter einer Allergie noch unter Asthma leidet, besteht keine Gesundheitsgefahr.
Frage: Wenn ich als Sportler Blut spende, hat das Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit? Und wie lange dauert es, bis der Blutverlust wieder ersetzt ist?
Dr. Spitzbart: Ihre Leistungsfähigkeit ist nach einer Blutspende tatsächlich etwas geringer. Dies resultiert daraus, dass die roten Blutkörperchen dafür verantwortlich sind, dass die Muskeln ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Fehlt Ihnen Blut, ist auch die Sauerstoff-Versorgung geringer. Um diesen Blutverlust auszugleichen, braucht Ihr Körper ausreichend Eisen. Sind die Eisenvorräte in Ihrem Körper gut gefüllt, dann sind Sie nach 6 bis 8 Tagen wieder voll leistungsfähig. Behalten Sie auch den Eisengehalt Ihres Blutes im Auge. Er sollte bei Frauen zwischen 8,1 und 26,0 umol/1 und bei Männern zwischen 10,7 und 28,7 umol/1 Blut liegen.
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