Saunagänge / Radfahren
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Aus der Sprechstunde
GNL5356
In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
Frage: Ich habe es mir angewöhnt, einmal pro Woche nach dem Sport in die Sauna zu gehen. Allerdings trinke und esse ich vor diesen Saunagängen nichts. Ist das richtig, oder sollte ich doch zumindest etwas trinken? Und wenn, dann nur vor dem Saunen oder auch zwischen den einzelnen Saunagängen? Muss ich sonst noch etwas beachten?
Dr. Spitzbart antwortet: In Finnland, dort, wo die Sauna her kommt, ist es normal, dass auch Freizeitsportler nach dem Training in die Sauna gehen. Die Temperaturen in den dortigen Saunen betragen 90°C; Sie sollten diese Temperatur weder über- noch unterschreiten. Lassen Sie sich bei Ihrem Saunagang von Ihrem Körpergefühl leiten und nicht von der Eieruhr: Verlassen Sie die Sauna, wenn Sie meinen, es sei nun genug – und nicht, wenn die Viertelstunde vorbei ist.
Bevor Sie in die Sauna gehen, sollten Sie ein großes Glas Wasser oder Saftschorle trinken. Auch während der einzelnen Saunagänge sollten Sie immer wieder trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen wieder auszugleichen.
Wenn Sie nach dem Sport in die Sauna gehen, sollten Sie maximal 2 Durchgänge machen. Gehen Sie an einem Tag in die Sauna, an dem Sie keinen Sport getrieben haben, können Sie bis zu 4 Durchgänge absolvieren.
Ein Saunabesuch nach dem Sport ist übrigens nicht zu verachten: Genauso wie ein warmes Vollbad eignet er sich ausgezeichnet dazu, den Regenerationsprozess der Muskeln anzuregen und zu beschleunigen.
Frage: Ist Radfahren wirklich so gesund? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das lockere Trampeln einen großen Einfluss auf meine Gesundheit haben soll. Reicht dann schon ein kurzer Weg zur Arbeit oder muss ich jeden Tag eine große Tour fahren?
Dr. Spitzbart: Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule in Köln haben gerade über 7.000 Studien zum Thema Radfahren ausgewertet und dabei einige positive Effekte des Radfahrens entdeckt. Wenn Sie täglich nur 10 Minuten Rad fahren, profitiert Ihre Gesundheit schon: Gelenke und Muskeln werden gestärkt, die Durchblutung wird verbessert. Noch stärker treten die gesundheitsförderlichen Effekte auf, wenn Sie jeden Tag eine halbe Stunde trampeln. Dann verbessert sich Ihre Herzfunktion deutlich. Sollten Sie es sogar schaffen, 50 Minuten in die Pedalen zu treten, bringen Sie auch noch Ihren Fettstoffwechsel auf Trab – er wird merklich angeregt.
Achten Sie darauf, dass Sie leicht nach vorne gebeugt auf Ihrem Zweirad sitzen. So kräftigen Sie Ihre Rückenmuskeln. Durch die gleichmäßige Bewegung beim Trampeln stabilisieren Sie außerdem Ihre Lendenwirbelsäule, was gerade wichtig ist, wenn Sie ansonsten viel sitzen.
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