Nahrungsersatz - Steigerung beim Laufen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Aus der Sprechstunde
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In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
Frage: Immer wieder lese ich von Nahrungsmitteln oder, besser gesagt, Nahrungsersatz, der alles hat, was der Körper braucht. Diese Riegel soll man essen, wenn man keine Zeit oder Lust hat, sich etwas zum Essen zu kochen. Meist muss man diesen Nahrungsersatz dann auch noch aus Amerika bestellen. Was halten Sie davon? Ist das wirklich eine gesunde Ernährung, die meinen Körper ausreichend versorgt?
Dr. Spitzbart: Die Industrie versucht immer wieder, neue Nahrungsmittel zu erfinden, die genauso gut oder noch besser als die Natur sind. Aber die Wissenschaft weiß heutzutage immer noch nicht genau, was der menschliche Körper alles braucht, um reibungslos zu funktionieren. Genau so unbekannt ist bis heute, ob chemische Zusammensetzungen die gleiche Wirkung haben wie natürliche Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Meiner Meinung nach ist das wieder eine clevere Art der Geschäftemacherei. Wenn Sie Ihren Körper gut versorgen wollen, greifen Sie zu ausreichend Obst und Gemüse – und eine Banane oder einen Apfel können Sie auch essen, wenn Sie eigentlich nicht viel Zeit haben.
Frage: Ich laufe schon seit einiger Zeit, wie Sie es empfehlen, drei Mal pro Woche 30 bis 40 Minuten. Nun habe ich neulich gehört, dass man ruhig einmal Steigerungsläufe in das Training einbauen soll. Was versteht man darunter?
Dr. Spitzbart: Steigerungsläufe können Sie in der zweiten Hälfte Ihrer Trainingseinheit machen, wenn die Muskeln langsam etwas steifer werden. Über eine Strecke von rund 30 Metern werden Sie aus Ihrem normalen Lauftempo heraus langsam etwas schneller – keinesfalls aber dürfen Sie sprinten. Sie sollten immer noch locker laufen. Dieses Tempo halten Sie dann circa 40 bis 50 Meter lang und kehren dann auf einer Strecke von 30 Metern wieder zu Ihrem normalen Lauftempo zurück. Nachdem Sie rund 100 bis 200 Meter wieder normal gelaufen sind, können Sie die nächste Steigerung einbauen – ich empfehle Ihnen zwischen 3 und 6 solcher Läufe pro Trainingseinheit. Die ersten absolvieren Sie etwas langsamer, die letzten dann ein wenig schneller, aber auch dann sollten Sie nicht ins Sprint-Tempo verfallen, sondern immer noch in Ihren Pulsgrenzen trainieren.