Muskelkater / Muskelöl
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GNL5356
In meiner Sprechstunde werden mir immer wieder Fragen zu den Themen Sport und Ernährung gestellt, die auch für Sie wichtig sein könnten. Einige interessante Themen habe ich für Sie zusammengestellt.
Frage: Ich habe erst vor kurzem mit dem Sport angefangen und leide daher immer noch unter Muskelkater nach dem Training. Gibt es Möglichkeiten, diese Schmerzen zu lindern und die Dauer des Muskelkaters zu verkürzen?
Dr. Spitzbart: Sie können einiges tun, um Ihren Muskeln die Erholung zu erleichtern. Nach dem Training sollten Sie auf keinen Fall auf ein lockeres Auslaufen verzichten. Danach empfehle ich Ihnen sanfte Stretching-Übungen. Dazu sollten Sie aber schon eine lange Hose überziehen, damit Sie nicht zu stark auskühlen und sich dann eine Erkältung einfangen. Sie sollten zudem nach dem Training ausreichend trinken. Als Ausgleichsübung kann ich Ihnen lockeres Schwimmtraining zur Regeneration empfehlen; hierdurch lockern Sie Ihre Muskeln. Auf keinen Fall sollten Sie aber eine große Trainingspause machen. Auch wenn es noch zwickt, nehmen Sie Ihr Training wie geplant wieder auf. Sie werden merken, dass Sie so den Muskelkater am schnellsten bekämpfen. Trotz allem sollten Sie aber auch einmal Ihr Trainingstempo überdenken. Gerade als Anfänger laufen die meisten Menschen viel zu schnell und belasten dadurch ihre Muskeln unnötig. Wenn Sie in gemäßigtem Tempo Sport treiben, wird Sie auch der Muskelkater nicht mehr so stark quälen.
Frage: Ich habe schon oft von so genannten Muskelölen gehört. Mit diesen Ölen soll man sich vor dem Sport einzureiben – die Muskeln werden erwärmt und durchblutet und man kann sich das Aufwärmen sparen. Angeblich kann man eine solche Erwärmung sogar auf dem Röntgenbild erkennen. Ist da wirklich etwas dran?
Dr. Spitzbart: Leider lässt sich das Ammenmärchen nicht ausrotten, dass durch diese wärmenden Einreibungen die Durchblutung von Gelenken und Muskeln erhöht wird. Die Verwendung dieser Öle führt tatsächlich zu einer gesteigerten Durchblutung – aber nur der obersten Hautschichten. In der Tiefe tut sich überhaupt nichts. Sie sollten auch daran denken, dass diese Öle an sich durch die Wärmewirkung bei manchen Menschen schon Hautreizungen hervorrufen können. Einige Inhaltsstoffe sorgen zudem immer wieder für Allergien.
Aber das Wichtigste ist: An Muskeln und Gelenken werden Sie keinen positiven Effekt wahrnehmen – ganz im Gegenteil: Bei kaltem Wetter kann es durch die übermäßige Wärme an der Hautoberfläche zum Auskühlen sowie zur Versteifung der darunter liegenden Muskeln und Gelenke kommen.
Absoluter Quatsch ist außerdem die Behauptung, dass man auf dem Röntgenbild die durch diese Mittel hervorgerufene verstärkte Durchblutung erkennen könne. Also, lassen Sie solche Öle links liegen und wärmen Sie Ihre Muskeln richtig auf: durch entsprechende Dehnübungen.
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