Sport reduziert das Asthmarisiko
Dr. Andrea Schmelz in Täglich Gesund zum Thema Asthma bronchiale
vom 12. Juli 2011, 16:00 Uhr
GNL5356
Kinder, die sich regelmäßig bewegen, haben ein geringeres Asthmarisiko als kleine Sportmuffel. Auf diese Erkenntnisse wies der Leiter des Asthmazentrums Berchtesgaden, Dr. Josef Lecheler, auf dem 47. Deutschen Pneumologenkongress hin. Er erläuterte, dass der Zusammenhang zwischen geringer körperlicher Fitness und erhöhtem Asthmarisiko anhand mehrerer Studien sowohl für Kinder als auch für junge Erwachsene belegt ist. Somit könnte der Bewegungsmangel heutiger Kinder mitursächlich
sein für die steigenden Erkrankungsraten an Asthma.
Als möglicher Mechanismus, wie Sport gegen Asthma schützen könnte, wird die bei körperlicher Anstrengung vertiefte Atmung vermutet. Aus Untersuchungen an Tieren ist bekannt, dass eine dauerhafte flache Atmung zu einer verkümmerten, für Stress anfälligen Muskulatur in den Bronchien führt und so Asthmaanfälle begünstigt werden.
Weil Kinder beim Bücherlesen laut einer aktuellen Studie pro Stunde etwa 10- bis 20-mal spontan tief durchatmen, vor dem Computerbildschirm aber nur halb so häufig, könnten PC-Spiele den Nachwuchs möglicherweise asthmaanfälliger machen als Lesen.
Mein Tipp: Weil tiefe Atemzüge offensichtlich der Lunge gut tun, sollten Sie Ihrem Kind viel Bewegung an der frischen Luft verschaffen. Zusätzlich können spielerische Atemübungen die Atmung vertiefen. Regen Sie Ihr Kind beispielsweise an, Wattebällchen über den Tisch zu pusten, oder schenken Sie ihm ein Pustefix-Spiel zum Seifenblasenmachen.