Sport auf Rezept? Wie funktioniert das?
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 16. Juni 2011, 10:35 Uhr
GNL5356
Sie und ich wissen, wie wichtig Sport zur Vorbeugung und Behandlung vieler Erkrankungen ist. Bei vielen Beschwerden wirkt er sogar besser als jede Medizin. Das ist beispielsweise bei Diabetes Typ 2, Arthrose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig der Fall. Ihr Arzt kann Ihnen Sport jetzt auf Rezept verschreiben. Alle Patienten mit derartigen Erkrankungen sollten Ihren behandelnden Arzt danach fragen. Voraussetzung ist, dass sich Ihre Beschwerden mit Aqua-Gymnastik, Walking oder Yoga heilen oder lindern lassen. Händigt Ihr Arzt Ihnen ein Rezept aus, können Sie es bei Sportvereinen oder anderen Institutionen einreichen, die Gesundheitskurse nach § 20 SGB V anbieten. Die Kosten für Ihren Gesundheitssport müssen Sie zunächst auslegen. Wenn Sie Ihr Rezept bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse gemeinsam mit einer Teilnahmebestätigung einreichen, erstattet Ihnen Ihre Krankenkasse einen Teil der Gebühren. Zweimal im Jahr können Sie mit bis zu 80 Prozent der Kosten rechnen - jedoch dürfen dies nur maximal 75 Euro pro Kurs sein.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Anette Wilhelm (16.06. 2011 12:44 Uhr):
Wenn Sie von Ihrem Arzt den Bogen 56, - Antrag auf Rehasport/ Funktionsgymnastik, bekommen, so bekommen Sie in der Regel 50 Übungseinheiten in 1,5 Jahren von der Kasse bezahlt. Bei Herzsport sind es sogar 90 Übungseinheiten in 2,5 Jahren. In manchen fällen übernimmt auch der Rentenversicherungsträger das erste halbe Jahr. Vom Patienten muss in dieser Zeit gar nichts bezahlt werden. Das ist der entscheidende Unterschied zum Gesundheitssport ohne Rezept. Erst nach Ablauf des Rezepts, wenn man weiter in der Sportgruppe bleiben möchte, leistet man einen Vereinsmitgliedsbeitrag und zwischen € 1,50 und € 2,50 pro Sportstunde, wovon das Honorar der lizensierten Übungsleiterin sowie die Hallenmiete und Arztkosten im Herzsport bestritten werden.
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