Spitzwegerich: Probieren Sie das Pflanzenpflaster, das Ihre müde gewanderten Füße schützt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Spitzwegerich
vom 13.07.2007 06:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserin, lieber Leser,
immer mehr Menschen entdecken das Wandern für sich als besonders erquickliche Sportart. Ein prima Lebenselixier, weiß auch die Medizin. Balsam für die Seele, sagen die begeisterten Fans. Das Allensbacher Institut für Demoskopie hat gerade den neuen Trend dingfest gemacht: Mehr als 41 Millionen Menschen suchen den für die Seele so wichtigen Tapetenwechsel vor allem im Grünen.
Das Gute am Wandern: Sie müssen es nicht lernen, es erfordert keine komplizierte Ausbildung oder Ausrüstung wie das Golfen etwa. Wandern können Sie völlig allein. Und es bietet ideale Varianten für Ihren jeweiligen Trainingszustand. Selbst Menschen, die gesundheitlich angeschlagen sind, können sich auf Schusters Rappen machen, ohne schädliche Nebenwirkungen einkalkulieren zu müssen. Was beim Wandern zählt, ist vor allem Ihr eigenes Tempo. Sind Sie gut drauf, können Sie kräftig ausschreiten. Ist Ihnen eher besinnlich zumute oder kommen Sie zu schnell aus der Puste, halten Sie einfach öfter mal an und schauen der Natur zu, genießen auf Inseln der Ruhe einfach die Stille.
Doch auch die Sportmedizin empfiehlt Wandern inzwischen als optimale Sportart, denn es hat eine Menge für Ihre Gesundheit zu bieten:
- Wandern schützt Ihr Herz
- Wandern kräftigt Ihre Lunge
- Wandern senkt Ihren Blutdruck
- Wandern reguliert Ihren Blutfettspiegel
- Wandern stärkt Ihre Knochen
- Wandern regt den gesamten Stoffwechsel an
- Wandern puscht Ihre Abwehrkraft
Spitzwegerich: pflanzliches Pflaster für Ihre Wunden
Und wenn Sie sich Blasen oder einen Wolf gelaufen habe, wächst Ihr Pflaster am Wegesrand: Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eines der Wiesenkräuter, die fast jeder kennt, von der jedoch kaum einer den Namen weiß. Dabei gehört er zu den am häufigsten eingesetzten Heilpflanzen, was seiner durchschlagenden antibiotischen Wirkung zu verdanken ist. Legen Sie einfach die Blätter auf die Wunden. Sie können auch Spitzwegerich-Saft aus der Apotheke auf die Wunden tupfen und ihn so als natürliches Pflaster verwenden. Auf kleinere frische Verletzungen oder Insektenstiche sollten Sie frisch gepflückte, gewaschene und zerdrückte Blätter legen. Sie helfen bei Juckreiz und Schwellungen.
In der Apotheke erhalten Sie Spitzwegerich-Saft sowie andere Fertigpräparate wie Tinktur oder Sirup. Wenn Sie Spitzgwegerich-Saft mit Kamillen-Tee verdünnen, haben Sie einen wirksamen Umschlag für wunde und müde Füße. Haben Sie sich bei langen Wanderungen Blasen gelaufen, nehmen Sie frische Spitzwegerich-Blätter, zerquetschen diese leicht und legen sie auf die wunden Stellen beziehungsweise geben Sie diese in Ihre Strümpfe. Sie können auch den reichlich austretenden Saft auf die wunden Stellen geben. Das Notpflaster von der Wiese soll auch vorbeugend gegen Blasen helfen. Also reiben Sie vor einer Wanderung Ihre Füße damit ein.