Spagyrische Arzneien stehen für die Urform des Lebens
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 1. April 2008, 17:25 Uhr
GNL5356
Die Ausgangssubstanz wird zunächst in diverse Bestandteile geteilt und das Wertvolle vom Nutzlosen getrennt. Durch eine Neukomposition werden die verbliebenen Bestandteile wieder vereint. Dadurch soll die molekulare Energie gesteigert werden, die Wirkkraft dynamisiert und gleichzeitig ein hoher Reinheitsgrad erreicht. Denn die „Giftstoffe„ sind eliminiert worden. Am Ende sind die eigentlichen Wirkkräfte nicht mehr nachweisbar und können nur an ihren Heilwirkungen erkannt werden. Es heilt dann nicht mehr der Wirkstoff selbst, sondern die Information, die er hinterlassen hat. Die Alchemisten sahen sie als die reine, von der Materie unberührte Urform des Lebens.
Die pflanzlichen Rohstoffe entsprechen höchsten Ansprüchen und die Herstellungsweise ist immer noch ganz eng an die Rezepturen des Paracelsus angelehnt. So wird die „reifende" Arznei bei Sonnenaufgang in einer entsprechenden Rhythmik bewegt und in einer bestimmten Drehrichtung dynamisiert, Abends bei Mondaufgang wird sie in entgegengesetzter Drehrichtung in einem dem Mond analogen Rhythmus aufgerührt. Daraus entstehen ein Extrakt, eine Essenz oder eine Tinktur mit hoher Heilkraft auf stofflicher Basis.
Der Grundgedanke der Spagyrik ist es, die drei philosophischen Prinzipien der Alchemie in der Herstellung der Arzneimittel zu übertragen. Sie werden symbolisch Sal, Merkur und Sulfur genannt. Beim Menschen stehen sie für
- Sal = Physis
- Merkur = Lebenskraft
- Sulfur = Bauplan
Traditionelle Anwendungsgebiete der spagyrischen Arzneien
- Augenentzündungen
- Kopfschmerzen
- Ohrschmerzen
- Schlafstörungen
- Zahnfleischentzündungen
- Allergien
- Schuppenflechte
- Akne
- Psoriasis
- Neurodermitis
- rheumatiode Arthritis
- Menstruationsbeschwerden
- Wechseljahrsbeschwerden
- Durchblutungsstörungen
- Magen- und Darmbeschwerden
- Erkältung
- Bronchitis