Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
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Das Wort „Spagyrik" entstammt dem griechischen „spao" (für „trennen") und „ageiro" (für „vereinigen"). Gemeint ist die Trennung der eingesetzten Stoffe in ihre Urelemente und die Schaffung einer neuen Verbindung nach den 3 Grundprinzipien:
- Trennung (seperatio)
- Reinigung (purificatio)
- Wiedervereinigung (kohabatio).
Der spagyrischen Idee liegt die Annahme zugrunde, es ließe sich durch ein ganz spezielles Herstellungsverfahren - ähnlich wie bei der Homöopathie - die Heilkraft des Ausgangsstoffes erhöhen. Ausgangsstoffe sind Pflanzen, Mineralstoffe oder Metalle. Die Trennungsverfahren, Lösungs- und Reinigungsprozeduren der spagyrischen Arzneimittelherstellung sind der Natur abgeschaut. Die Spagyrik ahmt diese Prozesse im Kleinen nach und beschleunigt sie. Ziel dieser aufwendigen Verfahren ist es, die Wirksamkeit der ihr innewohnenden Lebenskraft einer Pflanze oder eines Minerals zu vervielfältigen. Dies geschieht unter anderem durch wiederholte Destillation.