Sonnencreme: Teuer ist nicht unbedingt gut

in Täglich Gesund zum Thema Dermatologie
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Zwar ist schönes Wetter bisher in weiten Teilen Deutschlands Mangelware - dennoch hat Stiftung Warentest auch in diesem Jahr wieder Sonnencremes getestet. Immerhin 20 Produkte mit dem Lichtschutzfaktor 30 nahmen die Tester unter die Lupe - und es setzten sich die Ergebnisse der letzten Jahre fort.


Denn um sich ausreichend vor Sonnenbrand zu schützen, brauchen Sie zwar viel Sonnencreme - immerhin ein Schnapsgläschen oder drei Esslöffel voll für einen Erwachsenen. Aber diese Menge muss nicht wirklich ins Geld gehen.

Testsieger waren die preiswertesten Produkte, die pro Liter zwischen 12 und 14,80 kosten. Die teuersten Sonnencremes im Test kosteten das Zehnfache - und schnitten längst nicht so gut ab. Lancaster erhielt für sein Sonnenöl gerade noch so die Auszeichnung gut, Avon A New Solar Advance Sunscreen Body Mist und eco Sonnencreme mit Sanddorn und Olive, die ähnlich teuer sind, wurden mit mangelhaft ausgezeichnet. Zudem hatten sie keinen guten Schutz gegen UVA-Strahlen, die neben Hautkrebs auch für die Hautalterung verantwortlich sind.

Übrigens: wirklich empfehlenswert sind Sonnencremes mit einem mineralischen Filter. Diesen findet man häufig in Kindersonnencremes. Leider hat dieser einen großen Nachteil: Die Sonnencreme zieht nur schwer ein und hinterlässt einen weißen Film auf der Haut.

Ihr Vorteil zeigt sich im Vergleich mit chemischen Filtern. Denn diese nehmen UV-Licht auf und geben Wärme ab. Zudem sind sie teilweise hormonaktiv und wenn Sie baden gehen, gelangen diese Filter ins Wasser. Nachweisen kann man sie heute schon bei vielen Fischen - und durch die Nahrungskette nehmen auch wir sie wieder zu uns. So können sie sich auch auf unseren Hormonhaushalt auswirken.

Bei mineralischen Filtern besteht diese Gefahr nicht. Zudem nehmen sie das Licht nicht auf, sondern reflektieren es - vergleichbar mit einem Spiegel. Auch wirken sie sofort nach dem Auftragen - nicht wie chemische Filter, die man schon einige Zeit vor dem Sonnenbad auftragen sollte.

 


von
Dr. Martina Hahn-Hübner

Erfahren Sie hier mehr über Dr. Martina Hahn-Hübner - Gesundheitswissen-Expertin und Chefredakteurin von Täglich Gesund und dem Mondkalender.

 
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Kommentar von Bernd Michael

Immer wieder werden zum Schutz vor der Sonne alle möglichen Sonnencremes empfohlen. Dabei sind sie abgesehen von den Inhaltsstoffen sehr zwiespältig zu betrachten. Einerseits schützen sie vor Sonnenbrand und andererseits verhindern sie auch die ausreichende Bildung von Vitamin D in der Haut. Selbst die DGE gibt jetzt zu, dass die meisten Deutschen bei diesem wichtigen Vitamin unterversorgt sind. Hier sollte endlich ein Umdenken einsetzen. Nicht der äußere Schutz ist wichtig sondern ausschließlich der innerer. Und der wird durch optimale Versorgung der Haut mit den Vitaminen des B-Komplex erreicht. Hier ist besonders das (nicht offizielle) Vitamin B10 - PABA (Para-Aminobenzoe-Säure) zu nennen. Sie lagert sich vornehmlich in der Haut ab und filtert schädliche UVA-Strahlen aus dem Sonnenlicht, so dass mit den UVB-Strahlen Vitamin D gebildet werden kann. Seitdem ich mich ausreichend mit diesen B-Vitaminen versorge, brauche ich keine Sonnencremes mehr, auch nicht bei längeren Sonnenaufenthalten (Bewegung, kein "Sonnenbraten"). Hier noch ein Aufsatz zu B10: http://www.vitalstoff-journal.de/vitalstoff-lexikon/p/paba-vitamin-b10/

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