Soja und Säuglinge – kein gutes Paar
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Soja
vom 7. Januar 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
viele frisch gebackene Mütter, die sich selbst sehr gesund ernähren, glauben, ihren Babys mit dem Füttern von Sojamilch oder sojahaltiger Säuglingsnahrung etwas Gutes zu tun. Doch das ist mit Risiken für den Nachwuchs verbunden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat davor gewarnt.
Soja enthält pflanzliche Hormone - insbesondere die Isoflavone Genistein und Daidzein. Sie sind dem weiblichen Östrogen ähnlich und wirken auch so, was sich ungünstig auf die kindliche Entwicklung auswirkt. Bei Mädchen könnte eine zu frühe Geschlechtsreifung angeregt werden. Bei Jungen befürchtet man eine Schädigung der Hoden. Studien konnten diese Hinweise untermauern.
Hinzu kommt, dass in Säuglingsnahrung aus Sojaeiweiß relativ hohe Mengen der Isoflavone enthalten sind. Zudem enthält sie manchmal auch Phytat - einen natürlichen Pflanzenstoff, der die Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen ungünstig beeinflusst. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt, auf Sojaeiweiß in der Babynahrung zu verzichten und doch lieber auf die bewährte Kuhmilch zu setzen. Sojaeiweiß sollte nur in begründeten Ausnahmefällen auf ärztliche Verordnung gegeben werden, heißt es.
Wenn Sie beziehungsweise Ihr Baby Probleme mit Kuhmilch haben, probieren Sie es doch einmal mit Bio-Ziegenmilch. Ich beobachte gerade bei unserem kleinen Patenkind, dass ihm Ziegenmilch hervorragend schmeckt und besser bekommt als Kuhmilch, die ihm häufig Bauchweh beschert.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Etareri Selma (07.01. 2010 09:30 Uhr):
Mit Interesse habe ich den Bericht über Soja und Säuglinge gelesen. Mein Kind das ich mit 2 Jahren und drei Monaten abgestillt habe hat eine Laktose Intoleranz und hat kaum Eisen im Blut und im Eisenspeicher . Wir haben leider erst sehr spät einen genetischen Test gemacht vorher tappten wir im Dunklen durch ihre Anlage zur Sichelzellenanemie von ihren afrikanischen Vorfahren ist sie auch noch belastet jetzt bin ich dringend auf der Suche nach Fachliteratur Soja Produkte verträgt sie jedenfalls nicht . die Laktosefreie Milch schon ich brauche mehr Hintergrundinformationen um die Entwicklung meines Kindes zu fördern.
Antworten - Kommentar von Carlo L Weichert (07.01. 2010 10:35 Uhr):
Ja, Ihr Artikel ist für mich, aus meiner gut 20 jährigen Praxiserfahrung, absolut stimmig. Vorsicht mit den Kuhmilcheiweißen im Säuglingsalter, weil diese mannigfache Entwicklungsstörungen auf der Darmschleimhaut provozieren und das Immunsystem belasten, bzw. dieses bis zu allergischen Abwehrreaktionen reizen, die sich dann in vielen Krankheiten, z.B. Neurodermitis, chon. Infektanfälligkeit, Hyperaktivität usw. äußern. Lesen sie bitte dazu mein Buch Elternratgeber- Hilfe,mein Kind ist schon wieder krank, darin nehme ich zu diesen gesamten Problemen sehr gründlich Stellung. herzlichst Carlo L. Weichert Heilpraktiker, Gesprächs-u.Hypnosttherapeut
Antworten - Kommentar von Julie Gregor (07.01. 2010 19:37 Uhr):
Liebe Frau Schneider, Da wollen Sie wohl den Teufel mit dem Belzebub austreiben? Der Hinweis auf die schlechte Verträglichkeit von Soja und Säuglingen leuchtet mir ein und ist sehr willkommen, wenn auch nicht neu. Als Alternative dazu Kuhmilch anzubieten halte ich allerdings für noch schlechter. Denn Kuhmilch wird nicht nur von Säuglingen und Kleinkindern schlecht vertragen, wozu es ebenfalls genügend Belege gibt. Auch Erwachsene, die meinen, mit einem guten Schluck Milch etwas für ihre Gesundheit zu tun, erreichen dadurch nur das Gegenteil. Als Beispiel sollen hier nur Osteoporose und ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko genannt werden. Zudem leidet heute ein großer Bevölkerungsanteil an Laktoseintoleranz und muss von daher ganz auf Milch und einen Großteil an Milchprodukten verzichten. Unter den Säugern finden Sie nur den Menschen, der über die Muttermilchversorgung hinaus sich bei anderen Säugern bedient und deren Milch konsumiert. Mutter-Milch ist nur für Babys. Wenn ein Säugling, Mensch die Muttermilch nicht mehr benötigt, benötigt er für seine Entwicklung und sein Wachstum auch keinen Milch-Ersatz! Ungesüßte Tees und Fruchtsäfte sowie Wasser reichen völlig aus. Wer dennoch nicht auf den Milchgeschmack verzichten möchte, sollte als Alternative auf Mandel-, Reis-, und Hafermilch zurückgreifen. Eignet sich genauso gut für Müsli, in den Kaffee, zum Kochen und Backen und zur Zubereitung von Säuglingsnahrung, also Breien. Solche Hinweise sollte man eigentlich von einer Gesundheitsseite erwarten können. Schade. MfG JG
Antworten - Kommentar von Dieter (07.01. 2010 22:19 Uhr):
Wer sich intensiv mit der Säuglingsernährung befaßt hat weiß, daß die Ziegenmilch der menschlichen Muttermilch am nächsten kommt. Das betrifft aber nur naturbelassene Bioziegenmilch. Meine Frau ist vor 58 Jahren mit Ziegenmilch groß geworden, sie hat sich noch nie einen Knochen gebrochen, obwohl sie mitunter ziemlich schwer gestürzt ist durch epileptische Anfälle. Mit freundlichen Grüßen Dieter
Antworten - Kommentar von Bertram Klien (07.01. 2010 22:23 Uhr):
Vielen Dank für diesen Beitrag. Er klingt sehr fundiert. Leider kann ich dem nicht viel abgewinnen. Grund: Meine Tochter lebte mehrere Jahre in Shanghai. Sie erzählt, dass sie dort fast nur Sojamilch bekommen hat, welche sie eigentlich gar nicht mochte. So nehme ich nun an, dass dort auch die Babies diese Milch bekommen. Ich befasse mich seit 6 Jahren sehr intensiv mit Ernährung und Gesundheit, habe aber von keinerlei Bedenken und gesundheitlichen Problemen mit Sojamilch gehört bzw. gelesen. Im Gegenteil: überwiegend wird von sehr gesundem pflanzlichen Protein gesprochen. Die Frage wäre also hier, wer denn diese Studien gemacht hat. Schließlich sprechen diese Studien von „ ... könnte eine zu frühe Geschlechtsreifung ...“ und „...befürchtet man eine Schädigung der ...“. Das sind nicht wirklich exakte wissenschaftliche Aussagen. Mit freundlichen Grüßen Bertram Klien
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- Kommentar von Nazan D (12.01. 2010 15:06 Uhr):
Ich höre und lese immer mehr, dass viele Menschen keine Milch- vorallem Kuhmilch- und produkte nicht vertragen. Bei mir ist genau das Gegenteil! Ich vertrage wirklich hohe Mengen von dem Zeug! Ich glaube nämlich, dass die Verträglichkeit von der jeweiligen Blutgruppe abhängt. Und es betrifft alle Nährstoffe und Nahrungsmittel, die unterschiedlich auf die jeweilige Blutgruppe auswirkt. Einfach mal Ernährung und Blutgruppe in einer Onlinesuchleiste eingeben und es kommen viele Ergebnisse tabellarisch raus. Anhand dessen weiss ich jetzt, wieso ich zu den wenigen gehöre, die so viel Milch- und produkte veträgt..gehöre zu der Blutgruppe B positiv.
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