So wird der Milchersatz hergestellt
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Milch
vom 27. Februar 2009, 06:00 Uhr
GNL5356
Die Herstellung von Sojamilch stammt aus China und hat dort eine Jahrtausende alte Tradition. Einige hundert Jahre später verbreitete sich die pflanzliche Milch auch in Japan, wo sie den Grundstoff für Tofu lieferte. Sojamilch besitzt einen der Kuhmilch vergleichbaren Anteil an Eiweißen.
Hergestellt wird der Milchersatz, indem das Getreide, der Reis oder Soja gemahlen wird, Das Mehl wird dann eingeweicht, aufgekocht, abfiltriert und pasteurisiert. Reis- und Getreidedrinks wird noch Pflanzenöl hinzugegeben, damit die Flüssigkeit emulgiert und weiß wird, um der Kuhmilch etwas ähnlicher zu sehen. Abgerundet werden die Getränke meist mit einer Prise Salz, Vanille oder Apfelextrakt. Mango, Banane und Ananas geben den Getränken eine Obstnote. Manchmal werden Soja-, Reis- und Hafermilch auch als Mixgetränke angeboten.
In Deutschland darf das Soja-Getränk nur unter der Bezeichnung Sojadrink verkauft werden. Nur Milch vom Tier darf Milch heißen. Es hat einen süßlich-nussigen Geschmack. Soja enthält zudem einen großen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen, denen vielfältige gesundheitliche Wirkungen zugeschrieben werden. Frauen setzen vor allem auf die hormonähnlichen Pflanzenstoffe, die sich auf eine Reihe von Wechseljahrsbeschwerden positiv auswirken sollen.