So werden Sie Ihre Kopfschmerzen ohne Arzneimittel wieder los
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich zum Thema Kopfschmerzen
vom 15. Mai 2008, 10:00 Uhr
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Volkskrankheit Kopfschmerz - was Sie dagegen tun können.
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Dr. Dietmar Kowertz
Die meisten von uns haben dann und wann Kopfschmerzen. Das ist nicht weiter dramatisch, sofern sie nur sporadisch auftreten und nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Doch für viele gehören Kopfschmerzen zum Alltag. Nach Schätzungen leiden 15 Prozent der Deutschen regelmäßig unter starken Kopfschmerzen. Meist schlucken sie über Monate und Jahre hinweg starke Medikamente - mit entsprechenden Nebenwirkungen. Zum Glück gibt es auch gesunde Alternativen, von denen die meisten Ärzte ihren Patienten jedoch nichts erzählen. VERBRAUCHERSCHUTZ-VERTRAULICH hat sich darüber informiert, was Sie tun können um den Schmerz im Kopf abzuschalten.
Zunächst sollten Sie von Ihrem Hausarzt abklären lassen, ob eine medizinische Ursache für Ihre Kopfschmerzen vorliegt, z.B. eine Hirnhautentzündung oder eine Geschwulst oder auch eine häufig anzutreffende Verspannung der Wirbelsäule, speziell der Halswirbelsäule. Wenn das nicht der Fall ist, probieren Sie die folgenden Tipps und Übungen aus, von denen Dr. Wiley behauptet, dass sie den meisten Kopfschmerz-Patienten schon nach einer Woche Linderung verschaffen und bei fast allen nach zwei Wochen die Schmerzen ganz verschwinden lassen.
Wenden Sie alle Tipps und Übungen täglich an, bis Ihre Kopfschmerzen verschwunden sind, danach sollten Sie nicht ganz damit aufhören, sondern immer mal wieder die eine oder andere Übung wiederholen - sozusagen als vorbeugende Maßnahme.
7 Tipps, die Ihren Kopf frei machen
| Nr. | Tipp | Das können Sie tun |
| 1 | Atmen Sie tief und bewusst. Die meisten atmen zu oberflächlich und pumpen dadurch nicht genügend Sauerstoff in Ihre Lungen. Folge: Aufgrund des geringen Sauerstoff-Levels im Blut erweitern sich die Blutgefäße im Körper, der Kopf bekommt jedoch noch weniger Sauerstoff. | Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden und winkeln Sie Ihre Beine an. Vermeiden Sie dabei, ein Hohlkreuz zu machen. Atmen Sie nun tief ein, Ihre Bauchdecke sollte sich dabei anheben. Atmen Sie aus, lassen Sie alle Luft aus Ihren Lungen und die Bauchdecke sollte sich wieder absenken. Wiederholen Sie diese Übung 12 Mal. |
| 2 | Trinken Sie ausreichend. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgt dafür, dass Ihre Därme gereinigt und Ihre Nieren durchspült werden, sodass Kopfschmerz verursachende Giftstoffe aus Ihrem Körper gespült werden können. | Setzen Sie sich als Ziel, täglich 2 Liter Wasser zu trinken. Am besten gelingt dies, wenn Sie sich morgens die entsprechende Menge in Flaschen auf den Tisch stellen, bzw. mit zur Arbeit nehmen. |
| 3 | Vermeiden Sie Kopfschmerzen-Auslöser in Ihrer Nahrung. Manche Lebensmittel enthalten Stoffe, die Kopfweh hervorrufen können. Essen Sie häufiger, dafür kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt, somit vermeiden Sie große Schwankungen des Blutzuckerspiegels. | Machen Sie einen Bogen um Alkohol (speziell Rotwein), koffeinhaltige Getränke, Aufschnitt, Dauerwurst, getrocknete Früchte und Tyramin haltige Lebensmittel wie reifen Käse, in Essig Eingelegtes, sowie um Glutamat, Schokolade und den Süßstoff Aspartam. |
| 4 | Schleusen Sie die Gifte aus Ihrem Körper. Viele Gifte, die wir mit der Nahrung, aus der Luft oder mit Arzneimitteln zu uns nehmen, sammeln sich im Körper an und beeinträchtigen die Funktion wichtiger Stoffwechselorgane wie Leber, Niere, Darm und Lunge. | Achten Sie auf regelmäßige Verdauung. Essen Sie ausreichend Vollkorn-Produkte, sowie Früchte und Gemüse. Wenn Ihr Arzt zustimmt: Machen Sie regelmäßig (3 bis 4 Mal im Jahr) eine kurze Fastenkur (jeweils 1 bis 3 Tage). In dieser Zeit nehmen Sie nur Wasser und Obstsäfte zu sich. |
| 5 | Bekämpfen Sie Stress. Stress ist eine der Hauptursachen für Kopfschmerzen. Dazu gehört oft, Ihre Lebensweise umzustellen. Verzichten Sie auf Fast Food, Koffein und Schmerzmittel. | Versuchen Sie es mit folgender Übung: Setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, heben Sie Ihren Kopf an und schließen Sie die Augen. Machen Sie dann einen tiefen Atemzug durch Ihre Nase und konzentrieren Sie sich darauf, wie die Luft durch Ihre Nase ein- und wieder ausströmt. Wenn dabei Gedanken in Ihnen aufsteigen, beachten Sie diese nicht, konzentrieren Sie sich ganz auf Ihre Atmung. Machen Sie diese Übung täglich etwa 15 Minuten. |
| 6 | Bleiben Sie aktiv. Bewegung reduziert den Stress und verbessert Ihre Durchblutung. | Gehen Sie täglich etwa 30 Minuten mit forschem Schritt spazieren. Auch hierbei gehen Sie keinen Gedanken nach, sondern konzentrieren Sie sich z.B. auf das Gefühl, wenn Ihr linker großer Zeh beim Gehen vom Boden abhebt und wieder aufsetzt. Ähnlich wirksam ist diese Qigong-Übung aus der traditionellen chinesischen Medizin. Stellen Sie sich hin, die Füße stehen dabei etwa schulterbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt. Winkeln Sie beide Arme im 90-Grad-Winkel am Ellbogen an, die Handflächen zeigen dabei zum Boden. Stellen Sie sich nun vor, dass Ihre Unterarme eine Wasseroberfläche berühren. Stellen Sie Ihre Gedanken ab, atmen Sie gleichmäßig. Beginnen Sie mit 5 Minuten, steigern Sie auf bis zu 40 Minuten. Überanstrengen Sie sich nicht: Legen Sie nach Bedarf kurze Pausen ein. |
| 7 | Achten Sie auf tiefen, erholsamen Schlaf in ausreichender Länge. Wenn Sie den vergangenen Tag vor dem Einschlafen nachplanen und den nächsten Tag schon vorplanen, wird es nichts mit Ihrer Nachtruhe. Wenn Ihnen zuviel durch den Kopf geht, schreiben Sie es vor dem Zubettgehen einfach auf, dann brauchen Sie auch keine Angst mehr zu haben, etwas zu vergessen. | Probieren Sie folgende Übung kurz vor dem Einschlafen: Legen Sie sich rücklings ins Bett, die Arme liegen locker an der Seite. Atmen Sie 4 Sekunden ein und 8 Sekunden lang aus. Wiederholen Sie dies 10 Mal, danach gehen Sie wieder zu Ihrer normalen Atmung über. Konzentrieren Sie sich während dieser Übung auf die Zehen Ihres linken Fußes. Entspannen Sie Ihre Zehen, Sie merken es z.B. daran, dass diese anfangen zu kribbeln oder sich taub anfühlen. Auf dieselbe Weise entspannen Sie Ihren Fuß, Ihr Fußgelenk, Ihre Wade und Ihren Oberschenkel. Üben Sie dasselbe mit dem rechten Bein, dann mit allen Körperteilen - falls Sie nicht schon längst eingeschlafen sind.. |