So wenden Sie Ginseng richtig an
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Ginseng
vom 17. August 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Die höchste Wirksamkeit als Arzneipflanze weist nur der echte Ginseng - Panax ginseng - auf. Der amerikanische Heil-Ginseng (Panax quinquefolius) soll etwas weniger wirksam sein. Sie finden in Apotheken, Drogeriemärkten und Reformhäusern eine Vielzahl von Ginseng-Präparaten, deren Herkunft und Wirkung zweifelhaft ist. Vor allem bei den Präparaten, die als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, ist Vorsicht angebracht.
Kaufen Sie Ihre Ginseng-Präparate am besten in der Apotheke als Arzneimittel mit einem Anteil von mindestens 1,5 Prozent Ginsenoside. Damit die Wurzel wirken kann, brauchen Sie eine ausreichende Menge. Empfohlen werden mindestens 10 mg Ginsenoside beziehungsweise 20 bis 30 Tropfen am Tag.
Für einen Tee übergießen Sie sich 1 bis 2 g zerkleinerte Ginsengwurzel aus der Apotheke mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen dies etwa zehn Minuten ziehen, bevor Sie es abseihen. Trinken Sie dreimal täglich eine Tasse.
Sie sollten Ginseng kurmäßig einsetzen - das bedeutet, nicht nur einmalig, allerdings auch nicht zu lange - damit er seine Wirkung voll entfalten kann. Länger als drei Monate sollte die Kur nicht dauern. Nach einer mehrmonatigen Pause können Sie eine weitere Kur beginnen. Wenn Sie sich an die Kur-Regel halten, ist Ginseng sehr bekömmlich. Das bestätigen inzwischen auch europäische Studien.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Karina Walter (17.08. 2010 14:01 Uhr):
Ich erhalte ihren Newsletter hier in USA und finde ihn haeufig sehr informativ. Heute haben sie mich sehr enttaeuscht mit ihrem unverantwortlichen Artikel ueber Ginseng: Wie koennen Sie Ginseng empfehlen ohne eine Warnung, dass es - wie alle energiespendenden Mittel - GEFAEHRLICH DEN BLUTDRUCK HOCHTREIBT ! Das gilt z.B. auch fuer Lakritze in kleinsten Mengen wie in Tees ! Man kann Menschen mit hohem Blutdruck UMBRINGEN, wenn man ihnen Ginseng oder Lakritze gibt !
Antworten- Antwort von Sabine Polewacz (18.08. 2010 00:18 Uhr):
Ich möchte mich der Kritik von Frau Walter anschliessen. Es fehlen noch weitere Hinweise, daß Ginseng auch bei bestimmten Herzerkrankungen und Medikamenten nicht empfehlenswert ist. Leider ist dies öfter mal der Fall.
- Antwort von Sabine Polewacz (18.08. 2010 00:18 Uhr):