So vermeiden und lindern Sie Verspannungen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 18. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Hand aufs Herz - oder besser auf Schultern und Nacken? Wie fühlen sich diese bei Ihnen an? Geht es ihnen abends gut oder sind da Beschwerden? Leiden Sie unter Kopfschmerzen oder einem steifen Hals und das nicht nur ausnahmsweise, sondern regelmäßig?
Grund für diese Beschwerden ist keine Krankheit. Schuld sind vielmehr Fehlhaltungen. Eine falsche Körperhaltung beim Sitzen, zum Beispiel, ein zu hoher Stuhl, der dazu führt, dass Sie mit krummem Rücken vor Ihrem Schreibtisch verharren. Und das stundenlang. Doch selbst wenn Sie über einen perfekt angepassten Stuhl verfügen, unter Verspannungen aufgrund von Fehlhaltungen können Sie dennoch leiden. Denn viele Menschen haben sich angewöhnt, quasi als Schutz die Schultern hochzuziehen - und tun dies in allen möglichen Situationen. Bei unangenehmen Telefongesprächen, wenn sie unter Stress stehen oder ihnen kalt ist. Beobachten Sie sich einmal selbst, wie häufig Ihre Schultern ein Stückchen nach oben wandern. Die Folgen - sie sind oben schon erwähnt.
Dementsprechend einfach können Sie den Verspannungen aber auch vorbeugen. Kleben Sie sich in Sichthöhe einen Zettel: „Schultern fallen lassen". So werden Sie ständig daran erinnert, Ihre Sitzposition zu überprüfen.
Aber auch kleine Gymnastikübungen helfen. So können Sie zum Beispiel Ihre Schultern kreisen oder den Kopf immer mal wieder sanft von links nach rechts und wieder zurück drehen. Der Vorteil dieser Übungen: Sie können sie auch am Schreibtisch machen, so können Sie den Verspannungen vorbeugen. Abends bietet sich dann eine sanfte Massage an. Auch ein vorsichtiges Klopfen auf die verspannten Stellen kann Linderung bringen.
Eine gute Präventionsmaßnahme ist Wärme - mit ihr können Sie Nackenschmerzen vermeiden, diese aber auch behandeln. Tragen Sie im Winter am besten Kleidung mit hohem Kragen, wie zum Beispiel Rollkragenpullover, oder legen Sie sich einen wärmenden Schal um. Leiden Sie bereits unter Beschwerden, kann Ihnen auch ein Kirschkernkissen weiterhelfen oder Sie probieren es mit einer Moorpackung. Probieren Sie auch einmal heiß-warme Duschen aus - dabei halten Sie den Duschstrahl auf den schmerzenden Nackenbereich.
Bringen diese Mittel allerdings über einige Tage keine Linderung, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dann müssen wahrscheinlich therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, um Ihre Schmerzen zu bekämpfen.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Eberhard Breunig (18.01. 2012 17:17 Uhr):
Mit einiger Verwunderung muß ich immer wieder feststellen, dass man bei der Behandlung von Themen über Verspannungen und artverwandte Zusammenhänge, nicht auf das einfachste kommt: Die Massage, die gute alte klassische Massage. Ohne den in Ihrem Artikel genannten Behandlungsformen etwas schlechtes nachsagen zu wollen, ist die Massage wahrscheinlich die effektivste Maßnahme Verspannungen zu behandeln. Tausende Massagepraxen stehen bereit Hand anzulegen. Ein guter Masseur ist schon in der Lage genannte Beschwerdebilder zu erkennen und richtig zu behandeln.
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