So unterstützen Sie Ihre Venen
Täglich Gesund
vom 02.09.2004 16:00 Uhr
GNL5356
Frau Merle L. hat diese Frage:
Bei mir in der Familie leiden viele Frauen unter Venenproblemen und auch ich habe an manchen Tagen schwere Beine, die schmerzen. Was kann ich tun, um richtige Venenleiden zu vermeiden?
Liebe Merle,
Venenleiden sind in Deutschland weit verbreitet: Jede 5. Frau und jeder 6. Mann hat ein Venenproblem. Meist werden die Warnzeichen für diese Probleme nicht beachtet; neben schweren und schmerzenden Beinen, unter denen Sie leiden, gehören dazu auch geschwollene Knöchel, Wadenkrämpfe, Jucken oder Kribbeln.
Die Ursache für diese Venenbeschwerden ist ein Blutstau in den Gefäßen. Die Gefäßwand der Venen dehnt sich zu weit aus, die Venenklappen schließen nicht mehr richtig. So kann das Blut zurückfließen, sich stauen und gegen die Gefäßwand drücken. Durch diesen Druck kommt es zu einer Entzündung, die dazu führt, dass die Gefäßwände durchlässiger werden und sich Ödeme bilden können.
Sie sollten dem entgegenwirken, indem Sie mit einfachen Methoden Ihre Venen schonen. Vermeiden Sie so oft wie möglich, Ihre Beine über Kreuz zu halten, während Sie sitzen. So drücken Sie die Venen nicht im Knie ab. Auch wenn Sie Ihre Beine immer mal wieder hochlegen, fördern Sie den Blutfluss. Ein geeignetes Hilfsmittel sind auch Kompressionsstrümpfe; dazu sollten Sie sich aber vom Arzt oder im Sanitätsgeschäft beraten lassen.
Medikamentös können Sie mit Weinlaub-Präparaten die Sauerstoffversorgung Ihrer Venen verbessern. Aber auch wenn es verschiedene Präparate mit rotem Weinlaub in der Apotheke rezeptfrei gibt, sollten Sie trotzdem vorher Ihren Arzt um Rat fragen, was bei Ihnen für ein Mittel angebracht ist.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner