So unterstützen Sie Ihre Immunabwehr
Dr. Dietmar Kowertz in Täglich Gesund
vom 24. November 2010, 16:00 Uhr
GNL5356
Unsere Lebensgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, unsere natürlichen Abwehrkräfte zu fördern und sie beim Kampf gegen Bakterien, Viren und Krankheiten zu unterstützen.
- Händewaschen nicht vergessen Der alte Spruch - seit Kindheitstagen verinnerlicht - hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die krankmachenden Mikroorganismen. Wenn Sie empfindliche Haut haben: Nehmen Sie eine rückfettende Seife bzw. ein Duschöl zum Händewaschen. Von antimikrobiellen Waschsyndets rate ich Ihnen jedoch ab, denn diese schwächen letztlich Ihre Immunabwehr.
- Setzen Sie täglich immunstärkende Lebensmittel auf Ihren Speiseplan. Das können Heidel- und andere Beeren (je dunkler, desto besser) ebenso sein wie roter Pampelmusen- und Granatapfelsaft, aber auch Brokkoli-Gemüse oder Brokkoli- Sprossen (in Naturkostläden oder wie Kresse aus Samen selber anziehen); Weißkohl, Rosenkohl und Blumenkohl gehören ebenfalls dazu.
- Schlafen Sie nachts mindestens sieben, besser acht Stunden. In mehreren Studien wurde gezeigt, dass ein Schlafdefizit einen Mangel an Abwehrkräften nach sich zieht. Wer weniger schläft, hat weniger Killerzellen im Blut, eine hochpotente Abwehrwaffe unseres Immunsystems
Mit diesen Nahrungsergänzungsmitteln zünden Sie Ihren Abwehr-Turbo
Viele gesundheitsbewusste Erwachsene nehmen regelmäßig ein Multivitamin-Präparat, um sicher zu sein, genügend wichtige Vitamine und Mineralstoffe zu bekommen. Zusätzlich können Sie einzelne Supplemente speziell zur Erhöhung Ihrer Abwehrkräfte zu sich nehmen. Als besonders effizient haben sich in diesem Zusammenhang die folgenden Wirkstoffgruppen erwiesen:
Vitamin D Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vitamin D gegen Viruserkrankungen schützt und den Organismus dazu veranlasst, körpereigene Antibiotika zu produzieren. Besonders im Winterhalbjahr gerät der Körper leicht in ein Vitamin-D-Defizit, da die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht, die körpereigene Synthese dieses Vitamins in Gang zu halten. Zur Kontrolle des Vitamin-D-Status sollten Sie regelmäßig Ihren Kalzium-Spiegel in Blut und Urin überprüfen lassen.
Mein Rat: Nehmen Sie täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit 2.000 Internationalen Einheiten (IE) Vitamin D3 ein. Diese Form kann am besten vom Körper aufgenommen werden. Essen bzw. trinken Sie dazu etwas Käse oder Milch, das darin enthaltene Fett macht das Vitamin besser verwertbar. Nach zwei bis vier Monaten sollten Sie Ihren 25(OH)-Vitamin D3- Spiegel im Blut von Ihrem Hausarzt kontrollieren lassen. Ihre Blutwerte sollten sich zwischen 40 und 60 ng/ml bewegen. Liegen sie darunter, erhöhen Sie Ihre tägliche Vitamin D3-Dosis.
Probiotika Probiotische Bakterien leben natürlicherweise im Darm. Sie sind Bestandteil unseres Abwehrsystems und werden u.a. bei der Einnahme von Antibiotika heftig dezimiert. Probiotika sind in diesen Lebensmitteln enthalten:
- Jogurt, der speziell als „mit lebenden Kulturen" gekennzeichnet und nicht wärmebehandelt ist. Probiotika sind im normalen Bio-Jogurt oder auch in den Spezialprodukten Activia oder im Jogurttrunk Actimel enthalten (beide gibt's auch ohne Zucker).
- Käse, wie Cheddar oder Blauschimmelkäse, enthält reichlich probiotische Organismen - je länger er gereift ist, desto besser.
- Kefir - unter kontrollierten Bedingungen leicht angegorene Milch - ist ebenfalls ein ausgezeichneter Probiotika-Lieferant.
- Sauerkrautsaft enthält Milchsäure- und andere Bakterien. Empfohlene Menge: ein kleines Glas pro Tag.
- Cistus-Tee, 10 g des Zistrosen-Tees in 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, 10 Minuten köcheln lassen und über den Tag verteilt trinken.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Walter Jäger (24.11. 2010 16:14 Uhr):
Schreiben Sie doch mal etwas zu der Mineralwasse-Werbung 1:2; wo bleibt hier Vitamin D. In Ihrem Artikel wird die täglich empfohlene Menge in "ng" angegeben. Ist das richtig ? Freundlichst, Walter Jäger
Antworten - Kommentar von Christa (24.11. 2010 17:09 Uhr):
Was bitte ist denn "Immunabwehr"? Immun bedeutet Abwehrkraft haben, also die Abwehrkraft abwehren? Das führt zu Allergien, wenn die Abwehrkraft abgewehrt wird. Entweder Immunität stärken oder die Abwehrkraft stärken, aber bitte nicht alle diese Kunstausdrücke der Pharmawerbung ungeprüft übernehmen!
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