So trainieren Sie Ihre Kohärenz

in Naturmedizin aktuell
vom


Gestern sprachen wir über die Kohärenz, die Fähigkeit, auch negative Ereignisse wie Krankheiten in das Leben zu integrieren und daraus neue Kräfte zu entwickeln. Das können Sie trainieren:

Nehmen Sie Ihre Gefühle bewusster wahr: Negative Ereignisse verändern logischerweise Ihre Gefühlslage. Horchen Sie mehr in sich hinein: Wie geht es Ihnen? Fühlen Sie Trauer, Ärger, Angst oder Verzweiflung? Diese Gefühle sind völlig normal. Sie stehen Ihnen geradezu zu. Und Sie können sich mit ihnen unterhalten: Warum seid ihr da? Was kann ich für euch tun? Was kann ich tun, damit Ihr mich wieder verlasst?


Halten Sie sich nicht lange mit negativen Erlebnissen auf: Orientieren Sie sich am Positiven. Das Leben geht nicht immer gerecht mit Ihnen um. Doch Sie sind nicht "schuld", wenn Sie erkranken. Ebenso wenig sind Sie schuld oder nicht schuld an Ihrer Genesung oder Ihren möglicherweise schlechten Heilungsaussichten. Fruchtlose Grübeleien bringen Sie nicht weiter. Versuchen Sie, sich darauf zu besinnen, was Sie als positiv empfinden, was Ihnen Freude bereitet und Sie mit guten Gefühlen erfüllt. Nehmen Sie andere nicht wichtiger als sich selbst.

Erwarten Sie keine Wunder: Was Ihre Gesundheit stärkt, sind die Momente des kleinen Glücks. Streben Sie nicht nach Dingen, die Sie nicht erreichen können. Das macht Sie nur unglücklich und verbraucht Ihre Zeit. Erden Sie sich lieber im normalen Leben. Nehmen Sie jeden Tag erneut als ein Geschenk an. Schauen Sie nach vorn und freuen Sie sich über jede Kleinigkeit, die schön ist: das Lächeln eines Kindes, den Sonnenstrahl auf Ihrem Frühstückstisch, das Erblühen einer Frühlingsblume, das Schnurren einer Katze, ein Spaziergang mit dem Hund, ein gutes Gespräch mit Ihrem Partner oder die liebevolle Zuwendung einer Freundin.

Denken Sie mehrdimensional und ganzheitlich: So verhindern Sie, dass Sie sich gedanklich im Kreise drehen und für anstehende Probleme keine Lösung finden. Lenken Sie Ihre Gedanken aus eingefahrenen Bahnen heraus. Hinterfragen Sie ob Sie das, was Sie tun, auch wirklich wollen und ob es Ihnen tatsächlich nützt. Wenn nein: Wie können Sie es ändern? Halten Sie sich nicht damit auf zu erklären, warum das nicht geht. Tun Sie es einfach.

Gestatten Sie sich das Gefühl der Lebensfreude:Begegnen Sie Ihrem Leben und anderen Menschen mit offenem Herzen - selbst wenn Sie krank sind. Das klingt kühn, hilft Ihnen aber, etwas Abstand zu den Dingen zu bekommen. Sie reduzieren damit Ihren Stress, entknoten vielleicht die eine oder andere unerquickliche Situation und können sich hoffentlich mit Ihrem Schicksal wieder versöhnen. Damit kann auch Ihre Fähigkeit wachsen, mit Widrigkeiten besser fertig zu werden. Ihr Empfinden für die Zusammenhämge des Lebens ist dann gleichbedeutend mit Lebensmut.

Beenden Sie Ihr Gedanken-Chaos: Es ist nicht nur der reale Stress, der Sie unter Druck setzt. Es sind auch die Gedanken, mit denen Sie Ihren Stress begleiten. Allein, dass Sie an Belastungen denken, die Ihnen bevorstehen oder aktuell zu schaffen machen, lässt Ihren Stresshormonspiegel in die Höhe schießen. Immer mehr Mediziner setzen deshalb die Methode der Achtsamkeit ein, um das Sorgenkarussell zu bremsen. Darüber habe ich Ihnen ja schon öfter berichtet. Dahinter steckt ein Mix aus Konzentrations-, Atem- und Meditationstechniken, der Ihren Stress gezielt reduziert. Entwickelt wurde die Methode von dem amerikanischen Verhaltensforscher Jon Kabat-Zinn. Er nannte sie achtsamkeitsbasierte Stressminderung. Mit dem Achtsamkeitstraining sollen Sie lernen, alles zu beachten und bewusst zu registrieren, was Sie im Geist beschäftigt - seien es Körperempfindungen oder Gefühle und Gedanken. Jon Kabat-Zinn lässt seine Patienten dies auf diesen Wegen einüben: Body Scan, Yoga-Übungen und Meditation. Zudem gibt er ihnen die Aufgabe, in ihrem Alltag alles, was möglich ist, langsamer und achtsamer auszuführen.


von
Sylvia Schneider

Erfahren Sie hier mehr zu Sylvia Schneider - aus dem Redaktionsteam von FID Gesundheitswissen.

 
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Kommentar von E Veit

Dass die Wechseljahre einer Frau als "Krankheit" gelten, wurde den Frauen all zu oft und gerne eingetrichtert. Dass sie dann mit der schwindenden Jugend nicht mehr attraktiv genug wären und ein Wehwehchen nach dem anderen in Erscheinung treten würde. Wie sieht es aber mit den Wechseljahren der Männer aus ? Auch sie unterliegen diesem Wandel, aber sie sind nicht so willig und bereit, dafür Pillen zu schlucken um den Prozeß etwas zu verlangsamen. Einzig der Pharmaindustrie dient es, dieses "Märchen", das Altern mit einer Hormontherapie hinauszuzögern und die Attraktivität (vor allem der Frau ) noch lange zu bewahren, in dem es ihre KASSEN füllt. Zu meinem Glück hatte ich kein einziges Anzeichen der so genannten Wechseljahrsbeschwerden, doch bin ich der Meinung, dass es vor allem äußerst wichtig wäre, das Selbstwertgefühl der Frauen zu erhöhen, statt sie mit unausgereiften und sinnlosen Therapien zu belasten. So lange aber diese willigen undgutgläubigen Opfer wie die Schafe zur Schlachtung rennen, wird das skrupellos ausgenutzt und weiter praktiziert.

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Kommentar von Ildiko Gabriella Fezer

Vielen Dank, dass Sie die "Momente des kleinen Glücks" ansprechen. Viele Menschen können nämlich damit "nichts anfangen", registrieren es gar nicht und warten auf ein großes "Wunder" ein Leben lang. Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute, weiterhin viel Erfolg und vor allem gute Gesundheit. Mit freundlichen Grüßen Ildiko-Gabriella Fezer

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Kommentar von Ruth Brauch

ich bin gläubige Christin und ziehe die Kraft aus der Bibel.Meine Devise lautet "Loslassen Gott überlassen".Das gilt für mich persönlich.Im Bekanntenkreis leidet eine Tochter, die wegen der Entfernungen,ihre Eltern nicht so oft sehen kann.Das ist doch ein Thema was viele Menschen interessiert.Was meinen Sie?Ich bedanke mich für Ihre Beiträge und wünsche Ihnen eine gute Zeit.

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Kommentar von Ruth Brauch

Sehr geehrte Frau Schneider! Ich werde diesen Artikel ausdrucken und ihn meiner Bekannten geben. Mit freundlichen Grüßen Ruth Brauch--So trainiere Sie Kohärenz--

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