So senken Sie als Diabetiker Ihr Herzinfarkt-Risiko deutlich
unserer Amerika-Korrepsondentin Jenny Thompson in Täglich Gesund
vom 15.11.2006 16:00 Uhr
GNL5356
Lieber Leser,
Silymarine, ein Bestandteil der Mariendistel, wurde seit hunderten von Jahren als Mittel gegen Leberstörungen verwendet. Nun sind Forscher der Meinung, dass die Mariendistel auch sehr hilfreich für Typ-2-Diabetiker sein könnte.
Es gibt eine neue Studie des Institute of Medicinal Plants im Iran. 50 Menschen mit Typ-2-Diabetes nahmen daran teil. Während der 4-monatigen Studiendauer nahm die Hälfte der Teilnehmer 200 mg Mariendistelextrakt pro Tag ein. Die anderen nahmen ein Placebo. Weiterhin mussten natürlich alle Teilnehmer die Diabetes-Medikamente einnehmen, die sie sowieso schon verordnet bekommen hatten.
Ergebnis:
- Diejenigen, die Mariendistel einnahmen, verringerten sich die Glucose-Level um 15 %, während sie bei denen in der Placebo-Gruppe etwas angestiegen waren.
- Die Gesamtcholesterin- und LDL-Cholesterinwerte sanken beide um jeweils 12 % bei denjenigen, die Mariendistel zu sich nahmen; bei den anderen Teilnehmern gab es keine Veränderung.
- Die Triglycerid-Werte sanken bei denen, die Mariendistel zu sich nahmen, um 25 %, aber um nur 12 % bei denen in der Placebo-Gruppe.
- Die deutlichste Veränderung ergab sich aber bei den HbA1c-Werten. Diese Werte fielen um mehr als 1 % bei denen, die Mariendistel zu sich nahmen. Bei den anderen Teilnehmern stiegen die Werte um mehr als 1 %.
Wie Sie vielleicht wissen, weist HbA1c auf die Ernsthaftigkeit des hohen Blutzuckers hin, denn der Wert verändert sich nicht von Tag zu Tag. Es gibt eine Zusammenfassung von 13 Studien, die sich mit diesem Wert befassen. Aus dieser geht hervor, dass eine Verbesserung des HbA1c-Wertes um 1 % schon das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um beinahe 20 % reduziert.
Dennoch sollten Sie mit Ihrem Arzt absprechen, ob Mariendistel wirklich etwas für Sie als Diabetiker ist.