So schützen Sie sich vor Pestiziden
Dr. Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich
vom 15. Februar 2011, 10:00 Uhr
GNL5356
Der Frühling naht, bald gibt es auf dem Markt wieder frisches Obst und Gemüse - darauf freuen wir uns jetzt schon. Wirklich?
Außerdem: Pflanzen mit heilsamen Inhaltsstoffen. Und: Urlaubsalternativen für die, denen die großen Anbieter nichts zu bieten haben.
Viel Spaß beim Lesen!
Dr. Dietmar Kowertz
So schützen Sie sich vor Pestiziden
Gammelfleisch, Dioxin, Spritzmittel - welchen Nahrungsmitteln können wir überhaupt noch trauen, nach so viel Lebensmittelskandalen? Nach einschlägigen Untersuchungen lag der Pestizidgehalt von Obst und Gemüse bei jeder zehnten bis zwölften Probe im kritischen Bereich. Pestizide sind Biogifte, sie schaden nicht nur Pflanzenschädlinge, sondern auch uns Menschen. Die Gesundheitsschäden reichen von Hautausschlägen über Schädigungen einzelner Organe und Irritationen des Nervensystems bis hin zu chronischen Erbgutdefekten.
Da Kontrollen nur stichprobenartig durchgeführt werden, müssen Sie sich selbst schützen. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen stehen Sie auf der sicheren Seite:
1. Kaufen Sie Früchte und Gemüse aus biologischem Anbau. Sie erkennen diese Produkte an Siegeln wie „BIO nach EG-Öko-Verordnung", „Bioland", „demeter" oder „Naturland". Doch Vorsicht! Die Kennzeichnung „aus kontrolliertem Anbau" sagt z.B. nichts über die Pestizidbelastung der Ware aus.
2. Woher kommt die Ware? Landwirtschaftliche Produkte aus Südeuropa (z.B. Spanien) fallen häufiger durch überhöhte Spritzmittelbelastung auf als hiesige.
3. Kaufen Sie Saison-Obst und -Gemüse aus der Region. Die sind erfahrungsgemäß am wenigsten belastet.
4. Vor der Zubereitung oder dem Verzehr sorgfältig mit warmem Wasser waschen.