So reduzieren Sie Ihr Fuchsbandwurm-Risiko
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 7. August 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Die Larve des Fuchsbandwurms wächst in der Leber zunächst unbemerkt. Sie wächst sehr langsam. Es können Jahre und Jahrzehnte verstreichen, in denen keinerlei Symptome auftreten. Erst spät machen sich Symptome bemerkbar wie Bauchschmerzen, Gewichtsabnahme, Müdigkeit und eventuell Gelbsucht. Der Arzt kommt der Erkrankung meist mit einer Ultraschalluntersuchung, Computertomographie oder/ Blutuntersuchung auf die Schliche. Liegt der Parasit „günstig" in der Leber, kann er unter Umständen herausoperiert werden. Die Betroffenen müssen ansonsten über Jahre bestimmte Medikamente einnehmen. Diese töten den Wurm nicht ab, sondern halten ihn lediglich unter Kontrolle.
Für alle die auf Nummer Sicher gehen wollen, empfiehlt das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz:
- Stecken Sie sich die beispielsweise Waldfrüchte oder Fallobst nicht einfach so in den Mund.
- Früchte und Gemüse aus dem Wald sowie vom Acker sollten Sie gründlichst waschen.
- Erhitzen auf über 60 Grad Celsius tötet die Erreger sicher ab. Einfrieren hingegen tötet die Eier nicht ab.
- Da auch Katzen und Hunde Überträger sein können, ist bei Tieren, die sich draußen frei bewegen können, ein höheres Maß an häuslicher Hygiene erforderlich. Wurmkuren helfen hier allerdings nicht.