So profitieren Sie von der modernen Wundversorgung
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 6. September 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Diese Faktoren führen dazu, dass Wunden schlecht ausheilen
- Bewegungsmangel
- falsche Ernährung
- Flüssigkeitmangel
- Bettlägerigkeit
- Diabetes
- Stoffwechselsstörungen
- schlechte und unhygienische Wundversorgung
- Zinkmangel
Daraus ergeben sich die 8 wichtigsten Pflegemaßnahmen von selbst:
- Wundversorgung nach modernen Prinzipien und mit modernen Materialien
- optimale Ernährung
- mehr Bewegung
- auschreichend Flüssigkeit
- absolute Hygiene
- regelmäßige Kontrolle der Wundversorgung
- flankierende Maßnahmen mit Heilpflanzen
- Behandlung der Grunderkrankung wie z. B. Diabetes
Die Versorgung von offenen Wunden bringt spezielle Probleme mit sich: Einerseits muss verhindert werden, dass Krankheitskeime in die Wunde gelangen und sich eine Entzündung aufsattelt. Andererseits darf sich sich die Wunde nicht tiefer ins Gewebe ausbreiten und noch größere Schäden anrichten. Deshalb wird die Wunde erst gespült oder gebadet und dann durch eine Auflage mit heilenden Substanzen abgedeckt. Je nachdem, ob die Wunde trocken ist oder nässt, kommen dabei verschiedene Materialien zum Einsatz. Ein Bein mit einem Unterschenkelgeschwür wird danach noch mit elastischen Bandagen umwickelt.
Dank neuer Materialien zur Wundpflege wie nicht verklebende Hydrokolloidauflagen konnte die Wundversorgung in den letzten Jahren stark verbessert werden. Die bislang gebräuchliche Behandlung hatte den Nachteil, dass Sie die Wunden austrocknete und damit die Bildung von neuem Gewebe störte. Zum anderen verkleben die trockenen Auflagen mit den Wundsekreten und führen bei jedem Verbandswechsel zu einem schmerzhaften Aufreißen der Wunde.
Die neue Wundversorgung arbeitet mit hydroaktiven Auflagen, die auf dem Prinzip der "feuchten Kammer" aus der Naturheilkunde basieren. Sie bestehen aus Substanzen wie Alginaten, Hydrokolloiden (das sind wasserspeichernde Kunststoffpartikel) oder Hydrogelen. Die Wundflüssigkeit wird aufgenommen und die Wunde trocken gelegt, ohne dass sie gleich wieder austrocknet. Das feuchte Wundmillieu fördert die Zellneubildung. Die Verbände können bis zu sieben Tagen liegen bleiben. Der Verbandswechsel ist schmerzfrei. Es entstehen keine unangenehmen Gerüche.
Hier geht's zum vorigen Beitrag: Mit Heilpflanzen werden Sie schlecht heilende Wunden los