So kommt Ihr Magen wieder ins Lot
Dietmar Kowertz in Verbraucherschutz Vertraulich zum Thema Ernährung
vom 17. Juni 2008, 10:00 Uhr
GNL5223
Der Magen ist ein Spiegelbild Ihrer Seele: Er reagiert auf Liebe, Leid, Stress. Tipps, wie Sie dieses sensible Organ beruhigen.
Magenverstimmung ist oft die Folge von zu schwerer Kost oder Alkohol am Vortag. Tipp: Legen Sie am nächsten Tag eine Diät ein. Frühstücken Sie mit trockenem Brot und 3 EL trockenen Haferflocken. Das beruhigt den Magen. Eine leichte Gemüsebrühe und Magentee eignen sich für den Schontag.
Übersäuerung führt oft zu lästigem Sodbrennen, saurem Aufstoßen oder Magenschmerzen. Tipp: Statt so genannter „Säureblocker" sollten Sie Entsäuerungssalze zu sich nehmen (Apotheke), die eine Mineralstoffmischung mit sofort und langzeitwirkenden Mineralien enthalten. Stellen Sie grundsätzlich Ihre Ernährung um, damit der gestörte Säure-Basen-Haushalt im Magen wieder ins Gleichgewicht kommt. Ideal sind Basenlieferanten wie vollreifes Obst, Gemüse (Auberginen, Kürbis, Blattsalate, Karotten, Sellerie, Rote Beete) und Kartoffeln. Tipp: Säurebildende Produkte wie Fleisch, Kaffee, Fisch, Eier, Hartkäse und Industriezucker (besonders in Süßigkeiten und Kuchen) möglichst meiden.
Nervöse Magenbeschwerden werden durch Stress und psychische Probleme ausgelöst. Die krampfartigen Beschwerden liegen vor allem in der Magenmitte. Tipp: Beruhigen Sie Ihren Magen mit einer Tinktur, die Extrakte aus Gänsefinger- und Johanniskraut, Benediktendistel, Angelika- und Süßholzwurzel, Ringelblume und Kamille enthält. Nehmen Sie diese Mixtur (aus der Apotheke) 6 Wochen mehrmals am Tag mit lauwarmen Wasser ein. Auch eine Massage der Bauchregion mit Lavendelöl hilft.
Oberbauchbeschwerden mit Völlegefühl, Druck und Stauungsproblemen betreffen oft das gesamte Verdauungssystem (Leber, Galle, Magen, Bauchspeicheldrüse und Darm). Tipp: Trinken Sie bitteren Tee (Löwenzahnwurzel, Schöllkraut, Kurkuma, Kümmel), der die Galle anregt. Fließt die Galle wieder, werden auch die anderen Organe entstaut. Tipp: Essen Sie vorübergehend Schonkost, mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Getränke sollten Zimmertemperatur haben.
Schwacher Magen: Zu wenig Magensaft führt zu Beschwerden wie Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, Leeregefühl im Magen, Schwäche. Tipp: Stärken Sie Ihren Magen mit Tropfen aus Angelikawurzel, Tausendgüldenkraut, Wermut und Schafgarbe. Täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten mit lauwarmem Wasser einnehmen. Die Tropfen bereiten den Magen auf die Nahrung vor.
Roemheld-Syndrom: Durch einen geblähten Magen oder Darm kommt es zu Zwerchfellhochstand, der zu Herzrasen und erhöhter Pulsfrequenz führt. Der Herzschlag wird flacher, dafür schneller. Dieser Zustand führt zu Engegefühlen im Brustbereich, Magenschmerzen und Übelkeit. Tipp: Entlastend ist der „Vier-Winde-Tee" aus Kümmel, Fenchel, Anis und Koriander. Trinken Sie davon täglich 3 Tassen vor dem Essen. Auch Akupunktur hilft, das gesamte Verdauungssystem zu regulieren. Auf jeden Fall müssen Sie sich mehr bewegen. Spezielle Yoga-Übungen entlasten ebenso den Bauchbereich.
Chronische Magenleiden sind Kraft raubende Beschwerden, die Sie schon seit längerem plagen und mitunter rhythmisch wiederkehren. Tipp: Lassen Sie unbedingt die Ursachen klären. Eine anschließende Behandlung mittels Homöopathie, begleitet von speziellen Tees, einer Diät und Entspannungsübungen bringen dauerhaft Erleichterung.
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