So können Sie sich der inneren Versenkung nähern
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 1. Juni 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Wenn Sie an solchen meditativen Erfahrungen interessiert sind, machen Sie mit dieser Übung für Anfänger den Test, ob das etwas für Sie ist:
- Suchen Sie sich einen ruhigen Platz aus, an dem Sie in der nächsten Zeit nicht gestört werden und an dem Sie sich geborgen fühlen.
- In dem Raum sollte es dämmerig sein, machen Sie deshalb das Licht aus und/oder ziehen Sie die Vorhänge etwas vor. Es sollten sich hier keine störenden Gerüche befinden - am besten auch nicht die von Räucherkerzen.
- Je weniger Ablenkung Sie haben, umso besser können Sie sich konzentrieren.
- Schließen Sie die Augen und versuchen Sie, nun gewissermaßen nach innen zu schauen.
- Halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade, damit Ihr Atem besser fließen kann.
- Suchen Sie sich ein Wort oder einen Satz (Mantra), das oder der Ihnen etwas bedeutet beziehungsweise Ihnen einfach gefällt. Wenn Ihnen nichts einfällt, nehmen Sie das Wort "Om" mit langem "mmmmm".
- Sagen Sie sich dieses Wort bei jedem Ausatmen. Atmen Sie tief und gleichmäßig. Achten Sie dabei darauf, wie der Atem durch Ihren Körper fließt.
- Durch diese Monotonie wird das Alltägliche allmählich von Ihnen abrücken. Auch wenn Sie das Gefühl haben, es passiere mit Ihnen gar nichts besonderes. Erwarten Sie keine Lichtblitze oder in Sie einschießende Energiewellen. Die Veränderungen kommen auf ganz leisen Pfoten. Zunächst sollten Sie einfach erst einmal zur Ruhe kommen.
Manche Meditierende konzentrieren sich auf eine Kerzenflamme, andere auf ihre Atmung. Neulingen hilft es vor allem, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf ihren natürlichen Rhythmus des Ein- und Ausatmens richten. Ein typisches Anfängerproblem ist das längere und ruhige Sitzen. Deshalb empfehle ich Ihnen ein Meditationskissen, auf dem Sie entspannter sitzen können als im Lotussitz.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von monica aulfes (01.06. 2011 09:21 Uhr):
Noch ein Tipp zum Einstieg in die Meditation. Zählen Sie beim Einatmen bis 8 oder 10 - oder 12 .... halten Sie den Atem an und zählen Sie wieder bis zurselben Zahl ..... dann atmen Sie aus und zählen dabei wieder bis zur selben Zahl .... vor dem erneuten Einatmen wieder eine Zählpause ... dann einatmen. Zählen Sie nur so weit, wie es sich für Sie angenehm anfühlt und steigern Sie mit der Zeit den Atem bzw. Zählrhythmus. Wichtig ist dabei, dass die Atempausen immer gleich lang sind wie das Einatmen und das Ausatmen. Das Zählen geschieht ganz automatisch, - nur im Geiste, nicht laut und tritt völlig in den Hintergrund. Nach einer gewissen Zeit werden Sie es nicht mehr brauchen, weil sich der Atemrhythmus dann ganz von selbst einstellt. Gutes Gelingen. Monica A..
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