So können Sie Kopfschmerzen unterscheiden und behandeln lassen

in Täglich Gesund zum Thema Kopfschmerzen
vom


Unsere Leserin Miriam P. hat folgendes Problem:

Ich war wegen meiner Kopfschmerzen – ich denke, es ist Migräne – bereits bei einer ganzen Reihe von Ärzten und keiner konnte mir so richtig helfen. Mein Mann wirft mir schon spöttisch "Kopfschmerz-Tourismus" vor, weil ich von Arzt zu Arzt gehe. Wie weiß ich, ob ich "gewöhnliche Kopfschmerzen" habe oder Migräne und welcher Arzt ist der richtige für mich?


Liebe "täglich gesund"-Leserin,

Kopfschmerzen können Sie aufgrund folgender Merkmale unterscheiden:

Spannungskopfschmerzen werden in beiden Kopfhälften empfunden, der Betroffene verspürt das typische "dumpf drückende Schraubstockgefühl". Sie können zwischen 30 Minuten und einer Woche dauern, Begleiterscheinungen wie Erbrechen fehlen in der Regel und die Arbeitsfähigkeit ist meist nur leicht eingeschränkt.

Migräne beginnt anfallsartig, die Schmerzen werden "pulsierend pochend" und lediglich in einer Kopfhälfte empfunden, Übelkeit und Erbrechen sind häufige Begleiterscheinungen, die Patienten sind lärm- und lichtempfindlich, die Anfälle dauern zwischen vier Stunden und drei Tagen und die Arbeitsfähigkeit kann sehr stark eingeschränkt sein.

Nun, zu Ihrer Frage: Welcher Arzt ist der richtige? Vermeiden Sie es, den behandelnden Mediziner ständig zu wechseln. Er muss schließlich die Chance zu einer eingehenden Diagnose haben und feststellen können, ob Schmerzen ein Warnsignal des Körpers darstellen, die auf ein anderes Leiden hinweisen. In diesem Fall würden die Beschwerden zu den sogenannten "sekundären Kopfschmerzen" zählen.

Migräne und Spannungskopfschmerzen zählen zu den "primären" Kopfschmerzen. Nach seiner Diagnose wird er seine Therapie ausrichten. Handelt es sich um Migräne, kann er auch auf eine neue Generation spezifischer Migräne-Medikamente zurückgreifen, die Betroffenen und auch Ihnen das Leiden erträglich machen können. Sie verengen Blutgefäße im Bereich des Trigeminusnerven und verstärken die Wirkung von Serotonin im Gehirn. Außerdem behindern sie die Freisetzung bestimmter Signalsubstanzen.


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