So hilft Sport gegen Depressionen
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Depression
vom 3. Dezember 2008, 16:00 Uhr
GNL5356
Sport ist nicht nur empfehlenswert, um Muskeln aufzubauen, Koordination und Beweglichkeit zu schulen. Bei manchen Erkrankungen gehört die Bewegung mittlerweile mit zum Therapieplan. So ist erwiesen, dass Sport sehr gute Wirkungen in der Therapie von Patienten mit Depressionen zeigt. Regelmäßiges Training zeigt heute sowohl bei schon erkrankten Menschen als auch zur Vorbeugung angeordnet, bevorzugte Sportart ist der Ausdauerlauf.
Was die positiven Effekte hervorruft, ist noch nicht genau erforscht. Es kann sein, dass die beim Laufen ausgeschütteten Glückshormone eine große Rolle spielen. Möglich ist aber auch, dass das vegetative Nervensystem einfach besser reguliert wird.
Ein gutes Training, das bei der Bewältigung der Depressionen hilft, darf den Patienten aber auf keinen Fall überfordern. Von daher sollten Depressionspatienten auch immer von der Teilnahme an Wettkämpfen absehen. Wichtig ist auch, dass Sport als Therapie regelmäßig eingesetzt wird, also auch (und gerade) im Winter muss das Training erfolgen.
Falls Sie selbst unter Depressionen leiden und zusätzlich Bewegung in Ihren Therapieplan aufnehmen wollen, beachten Sie folgendes: Sie dürfen aber auf keinen Fall eigenmächtig Ihre Medikamente absetzen, nur weil Ihnen das Training so gut tut. Es ist wichtig, dass sowohl Training als auch die Behandlung mit Medikamenten in Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt erfolgen.