So gehen Sie mit Kohlrabi richtig um
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 3. September 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Kohlrabi wird vorwiegend in Europa angebaut und vor allem in den deutschsprachigen Ländern gegessen. Mehr als ein Drittel der heimischen Ernte kommt aus Nordrhein-Westfalen. Weitere Anbaugebiete sind die Vierlande bei Hamburg und die Insel Reichenau. Import-Kohlrabi kommt vor allem aus Italien, Frankreich, den Niederlanden, Polen und Rumänien.
So gehen Sie mit der gesunden Knolle richtig um:
- Kohlrabi gibt es das ganze Jahr über. Am besten schmeckt er jedoch, wenn er wie jetzt (von Mitte Mai bis Ende Oktober) frisch aus der heimischen Freilandernte kommt. Dann ist er auch am preiswertesten.
- Kohlrabi gibt es in unterschiedlichen Farben: von weißlich bis grün, von rötlich bis tief violett. Die Knollen werden alle im Freiland angebaut. Die grünen Kohlrabi sind eine frühe Sorte. Für den Nährwert spielt die Farbe keine Rolle.
- Kleinere Knollen sind meist zarter und aromatischer als große, die leicht holzig werden können.
- Kaufen Sie möglichst Knollen mit Laub, denn an den saftig grünen Blättern erkennen Sie die Frische. Feste Knollen, die sich glatt und ein bisschen samtig anfühlen, sind meist jung, zart und saftig.
- Die Knollen erreichen bis zu 20 Zentimeter Durchmesser, ab 15 Zentimeter sind die Kohlrabi mit harter Haut und faseriger Schnittstelle oft holzig und unbrauchbar.
- Testen Sie mit dem Fingernagel ganz vorsichtig die Schnittstelle beziehungsweise den Wurzelansatz. Gibt der Kohlrabi nach, ist er jung und zart.
- Kohlrabi mit starkem Kohlgeruch oder dunklen Stellen am Ansatz der großen Blätter sind überlagert.
- Kohlrabi können Sie im Kühlschrank 3 bis 6 Tage lagern.
- Das Laub entzieht der Knolle Feuchtigkeit. Wenn Sie die Knolle nicht sofort verbrauchen, schneiden Sie die Blätter mit einem Teil des Stiels ab und bewahren diese bis zum Kochen extra auf.
- Sobald sich die Stiele am Ansatz leicht von der Knolle lösen, müssen Sie den Kohlrabi rasch verbrauchen.