So gehen Sie mit einer Sepsis um
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Naturheilkunde
vom 7. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
Selbst können Sie leider nicht so viel unternehmen: Wenn Sie den Verdacht haben, Sie könnten sich - etwa bei der Gartenarbeit - eine Blutvergiftung zugezogen haben, sollten Sie also rasch handeln und sich in eine Klinik begeben. Anhand einer Blutprobe kann dort festgestellt werden, ob es sich wirklich um eine Sepsis handelt. Dann kann eine gezielte Behandlung mit modernen Medikamenten erfolgen. Das ist in diesem Fall unerlässlich.
Vorbeugen können Sie, indem Sie die Hautverletzungen, die Sie sich zuziehen, mit einem Wunddesinfektionsmittel aus der Apotheke desinfizieren und steril abdecken. Neue Wundauflagen und Verbände machen sich beispielsweise die keimabtötende Eigenschaft des Silbers zunutze. Sie eignen sich zur Infektionsprophylaxe bei akuten Wunden. Größere Wunden sollten Sie jedoch unbedingt fachmännisch versorgen lassen.
Übrigens: Der blau-violette Streifen, der sich nach einer Verletzung an Armen oder Beinen hochschlängelt, ist nicht unbedingt ein Zeichen für eine Blutvergiftung. Er ist meist auf eine Entzündung der Lymphgefäße zurückzuführen, die ebenfalls ärztlich behandelt werden muss.
Haben Sie Erfahrungen mit einer Blutvergiftung gemacht? Das interessiert mich, bitte schreiben Sie mir.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Ulla Meyerhof Hp (07.05. 2010 07:52 Uhr):
Ich habe zwei Fälle von beginnender Blutvergiftung, lokale Sepsis mit Ozontherapie - intern und extern Bioresonanz und topisch mit Salzwasserbädern mit Lavendelöl und anschliessendem Auftragen von Ozonisiertem Olivenöl behandelt. In den beiden Fällen konnte von einer Amputation der Hand, resp. des Arms abgesehen werden.
Antworten - Kommentar von Ines (07.05. 2010 11:33 Uhr):
Vor reichlich 2 Jahren hatte ich mich am Schienbein gestoßen und einen blauen Fleck, der nach Monaten noch da war und weh tat. Hatte mich schon gewundert, wie lange das dauert. Nach einer verunglückten/ abgebrochenen Magenspieglung montags, bekam ich auf der Heimfahrt Schüttelfrost, Zittern und zu Hause dann einen Nervenzusammenbruch. Meine Hausärztin spritzte mit etwas, da der Kreislauf total aus dem Gleichgewicht war und ich lag den restlichen Montag wie Blei im Bett. Dienstagfrüh hatte ich am unteren Bein einen handtellergroßen roten Fleck, wie eine Druckstelle, wenn das andere darüber gelegen hat und ich dachte, daß vertut sich wieder. Dienstagabend jedoch bekam ich Fieber, konnte nicht mehr auftreten und das Bein wurde richtig heiß, dick und gläsern. Mittwochfrüh hatte ich ums Bein wie Gürtelrose und bin zur Ärztin. Sie sagte, daß sei eine Wundrose und verschrieb mir Antibiotikum. Freitag bin ich wieder hin, da es nicht besser wurde. Überweisung in die Chirurgie und der Arzt dort schickte mich sofort in die Notaufnahme. Der Arzt dort stach rein und da nichts rauskam, wußte er auch nicht weiter. Vormittags konnte ich etwas auftreten und das Fieber war etwas gesunken. Er meinte, daß ich, wenn das Fieber wieder steigt oder die Schmerzen schlimmer werden sofort in Krankenhaus soll. Abends wurde es wieder schlimmer, so daß ich 23 Uhr ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sonnabendmittag wurde ich operiert, Bein aufgeschnitten. Man sagte mir, daß ich eine Vergiftung drin hatte und das halbe Bein hätte verlieren können. Danach ging es mir besser und jetzt erinnern nur noch die Narbe und ein paar Fotos, die ich davon gemacht hatte daran.
Antworten - Kommentar von Ursula Menzel (07.05. 2010 16:34 Uhr):
Liebes Gesundheits-Team, der Fall liegt schon 15 Jahre zurück, als ich für eine Näherei Heimarbeiten verrichtete. Bei Handarbeiten rutschte die Nadel vom Fingerhut ab und ich stach mir mit der Seite des Nadelöhrs in den oberen Ringfinger unterhalb des Nagels. Am nächsten Tag schwoll die Selle an und färbte sich rötlich blau. Der Schmerz zog bis in den Ellbogen. Der Unfallarzt schnitt das Nagelbett auf und holte eine eitrige Substanz heraus. Ob es nun eine Blutvergiftung war oder "nur" eine Entzündung des Nagelbettes kann ich nicht sagen. mfg Ursula Menzel
Antworten - Kommentar von Petra Arnd (08.05. 2010 12:17 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, Sie baten um eigene Erfahrungen: mein Bruder starb 45-jährig an Sepsis. Der Wochenend-Arzt verweigerte ein Antibiotikum - Sommergrippe. nächster Tag Intensivstation, Multiorganversagen, Tod nach 1 Woche . Sektion, normaler Staph. aureus!! Tragisch - mein Bruder hatte eine bekannte Aortenklappenstenose und bekam sonst immer Endokarditisprophylaxe vom Hausarzt.
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