So gehen Sie mit Dr. Rhabarber richtig um
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 14. Mai 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Beim Einkauf von Rhabarber sollten Sie darauf achten, dass die Schnittstellen frisch und feucht sind. Erntefrische Stangen fühlen sich knackig und nicht „labberig" an. Rhabarber will möglichst rasch verarbeitet werden, denn er wird schnell schlaff. In ein feuchtes Tuch gewickelt, hält er sich im Gemüsefach des Kühlschranks 2 bis 3 Tage.
Es werden drei verschiedene Rhabarber angeboten: Es gibt grünstielig-grünfleischige, rotstielig-grünfleischige und rotstielig-rotfleischige Sorten. Wenn Sie es gerne saurer haben, kaufen Sie Rhabarber mit grünem Stiel und grünem Fleisch, denn der hat den höchsten Säuregehalt. Die rotstieligen Sorten sind milder und haben einen leichten Himbeergeschmack. Die Säure können Sie auch mildern, indem Sie den Rhabarber kurz blanchieren und danach wie gewünscht weiterverarbeiten.
Vor dem Verarbeiten waschen Sie die Stangen gründlich, schneiden die Stielenden großzügig ab und ziehen die Fäden ab. Wichtig: Niemals die Blätter mitverwenden, denn sie enthalten Oxalsäure. Verwenden Sie wegen der Säure keinen Metalltopf, sondern emaillierte Töpfe. Wenn Sie den Rhabarber mit Wein und Zitronensaft kochen, wird er etwas milder und Sie brauchen weniger Zucker zum Würzen. Rhabarber verträgt sich auch gut mit Zimt.
Meist wird er zu Kompott oder roter Grütze verarbeitet. Sein erfrischender Geschmack passt zu Mehl- und Süßspeisen. Doch auch auf Kuchen und als Marmelade schmeckt Rhabarber prima. Sie können Rhabarber entweder roh und ungeschält einfrieren oder gedünstet als Kompott. Sie können Rhabarber auch gut mit anderen Sommerfrüchten kombinieren, vor allem mit Erdbeeren und Himbeeren. Auch Bananen harmonieren mit dem Stielgemüse, das zur Familie der Knöteriche gehört.
Gichtkranke müssen wegen der Oxalsäure leider einen Bogen um Rhabarber schlagen.