So gefährlich ist eine Blutvergiftung für Sie
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 7. Mai 2010, 06:00 Uhr
GNL5356
Zu einer Vergiftung des Blutes kann es dann kommen, wenn Ihr Immunsystem eine Infektion mit solchen Bakterien wie MRSA, beziehungsweise Viren oder Pilzen nicht "in den Griff bekommt". Dann vermehren sich die Krankheitserreger und drängen innerhalb weniger Stunden in Ihren gesamten Organismus. Eine Blutvergiftung macht sich zunächst mit Symptomen bemerkbar, wie Sie sie von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt kennen: Fieber, Mattigkeit, Übelkeit, Kreislaufschwäche. Doch dann stellt sich eine allgemeine Verwirrung ein. Ihr Puls steigt auf mehr als 100 Schläge in der Minute, Ihr Blutdruck sinkt, Ihre Atmung wird schneller und schwerer.
Die Stoffwechselprodukte der Krankheitserreger vergiften Ihr Blut. Es kommt zum so genannten septischen Schock mit inneren Blutungen, der Kreislauf bricht zusammen. Hat die Blutvergiftung erst ein bestimmtes Ausmaß erreicht, kommt jede Hilfe zu spät. Das anfangs unspezifische Erscheinungsbild ist der Grund dafür, dass Menschen mit einer Blutvergiftung häufig zu spät ins Krankenhaus eingeliefert werden - sofern Sie sich die Infektion nicht im Krankenhaus zugezogen haben. Über den Erfolg der Hilfe entscheiden die ersten Stunden. Besonders wichtig ist es, dass der Betroffene sofort Antibiotika erhält und der Sauerstoffgehalt des Blutes genauestens kontrolliert wird.
Eine Blutvergiftung kann in drei unterschiedlichen Schweregraden verlaufen:
- Bei der einfachen Sepsis bleibt die Entzündung auf die Ursprungsstelle begrenzt. Hier kommen Antibiotika zum Zuge.
- Bei einer schweren Blutvergiftung versagen auch Organe, die weiter entfernt vom Ursprungsort liegen. Die Erkrankten müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Knapp die Hälfte von ihnen stirbt.
- Die betroffene Person fällt in einen septischen Schock - das bedeutet, dass der Blutdruck auf extrem niedrige Werte fällt. Es werden auf dem schnellsten Wege Medikamente benötigt, die den Blutdruck wieder anheben. Etwa 55 Prozent der Betroffenen sterben.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Theo Arnold (13.05. 2010 19:26 Uhr):
na ja, 55% sterben sowieso, und der Rest dann im KH wegen der ungünstigen Bedingungen. Kleine Übertreibung - Ich würde daraus eher schlussfolgern, dass viel wichtiger vorbeugend das Immunsystem ständig auf dem Laufenden gehalten werden muss um den KH-Aufenthalt wegen Blutvergiftung so gut es geht zu vermeiden.
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