So finden Sie versteckten Alkohol in Lebensmitteln und Weihnachtsnaschereien

in Täglich Gesund zum Thema Alkohol
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von Sylvia Schneider, Chefredakteurin von "Gesundheit für Frauen", dem Dienst, der Ihnen praktische Informationen für ein aktives Leben liefert


Jetzt locken wieder Knickebein und anderer Baumbehang, Champagnertrüffel und gefüllte Pralinés, Christstollen und Früchtebrot für die Süßmäuler, Terrinen und Pasteten für die Fans von Herzhaftem. In alledem kann sich Hochprozentiges verstecken. Wollen Sie Alkohol meiden, müssen Sie genau wissen, worin er sich überall befinden kann.

Bereiten Sie die vorweihnachtlichen Köstlichkeiten selbst zu, wissen Sie, was darin steckt, und können nach eigenem Gusto mit Alkohol würzen – etwa wenn Sie neben Gebäck und Pralinés jetzt Terrinen, Pasteten oder Eingelegtes zum Verschenken oder zum Selbergenießen zubereiten. Doch in vielen fertigen Weihnachtsartikeln versteckt sich Alkohol, ohne dass dies sich immer auf dem Etikett erkennen lässt. Generell wird in Nahrungsmitteln häufiger Alkohol verwendet, als Sie es vermutlich ahnen. Selbst alkoholfreies Bier hat noch etwas Restalkohol. Werdende Mütter, Alkoholgegner und diejenigen, die mit Alkohol Probleme haben, möchten oder müssen aber meist unter allen Umständen einen Bogen um Alkohol machen. Auch Kinder sollten nichts essen, was Alkohol enthält.

In diesen Lebensmitteln kann sich Alkohol verstecken:

  • In Nahrungsmitteln wie Essig, Kefir, Brot und Säften ist in winzigen Mengen Alkohol vorhanden, der durch die natürlichen Gärungsprozesse entsteht. Beim Brot verdampft er allerdings beim Backen.
  • In etlichen fertigen Nahrungsmitteln wird Alkohol als Geschmacksträger oder Konservierungsmittel eingesetzt. Dazu können Süßspeisen, Süßigkeiten, Suppen, Fischgerichte, Saucen und Konfitüren gehören.

In vielen Arzneimitteln ist Alkohol – in gar nicht einmal so kleinen Mengen – vorhanden, weil sich im Alkohol beispielsweise die wirksamen Inhaltsstoffe von Heilpflanzen lösen. Auch in manchen bekannten "Stärkungsmitteln" ist Hochprozentiges vorhanden. Eine Nebenwirkung dieser Mittel: Nach der Einnahme auf nüchternen Magen ist die Verwenderin froh gestimmt und bereits leicht "bedüdelt".

So finden Sie Alkohol in der Kennzeichnung:

Alkohol finden Sie auf den Etikettierungen unter verschiedenen Bezeichnungen:

  • Äthylalkohol oder Ethylalkohol
  • Äthanol oder Ethanol
  • Weingeist
  • C2 H5 OH (das ist die chemische Formel)

Doch Alkohol muss erst ab einer Menge von 1,2 Volumenprozent angegeben werden. Unter 0,5 Volumenprozent dürfen die Nahrungsmittel sogar als "alkoholfrei" bezeichnet werden, wie etwa alkoholfreies Bier. Wird Alkohol als Zutat verwendet, muss er gekennzeichnet sein, doch es gibt eine ganze Reihe von Ausnahmen.

Kennzeichnungslücken bestehen bei

  • lose verkauften Lebensmitteln wie Schwarzwälder Kirschtorte oder Eisbechern in Eiscafés, Wurst und Käse,
  • Speisen in Restaurants und Kantinen wie Saucen, flambierte Gerichte oder Obstsalate,
  • Süßwaren wie Marzipanprodukte oder Pralinen,
  • Kleinverpackungen wie Ostereier mit Füllung oder Mini-Portionspackungen mit Konfitüre,
  • Fruchtauszügen oder Aromen mit Alkohol als Lösemittel.

Wie schädlich ist der Alkohol in Lebensmitteln?

Im Prinzip ist Alkohol in solch kleinen Mengen unbedenklich, zudem unser Körper an geringe Dosen Alkohol aus natürlichen Gärprozessen gewöhnt ist. Ethanol wird auch im Körper selbst gebildet. Das Risiko durch alkoholhaltige Nahrungsmittel ist zu vernachlässigen – vor allem im Hinblick auf andere wirklich bedenkliche Gefahren wie eine zu hohe Fettaufnahme oder Rauchen. Sie brauchen deswegen daran keine unnötigen Gedanken zu verschwenden, die womöglich Ihren Genuss gerade jetzt in der bevorstehenden Weihnachtszeit beeinträchtigen. Dennoch sollten Schwangere, Stillende, Kinder und Suchtkranke natürlich auf solche Lebensmittel achten. Bei Kindern ist vor allem zu befürchten, dass sie sich schon frühzeitig an den Geschmack von Alkohol gewöhnen und die Hemmschwelle zur "vollen Dröhnung" sinkt.

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