So erleichtern Sie sich die Umstellungsphase zum Nichtraucher
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten zum Thema Sportmedizin
vom 03.01.2008 05:00 Uhr
GNL5223
Vom schwierigen Weg vom Raucher zum Nichtraucher berichtete ich Ihnen gestern. Heute will ich Ihnen noch ein paar weitere wichtige Tipps für diese schwierige Zeit mit auf den Weg geben:
- In erster Linie sollten Sie in dieser Zeit besonders nett zu sich selbst sein. Gönnen Sie sich ein hauseigenes Verwöhnprogramm – vielleicht mit besonders ausgiebigen Lesestunden, Kochen für Freunde, einem Hobby oder schönen Trainingsrunden. Langeweile ist der größte Feind im Kampf gegen die Zigarette.
- Versuchen Sie Belastungen und besondere Stresssituationen zu vermeiden. Da dies natürlich nicht immer machbar ist, schaffen Sie sich ausreichend Möglichkeiten zur Entspannung, wenn Sie unter Druck stehen.
- Bewegen Sie sich regelmäßig. In der ersten rauchfreien Phase sollten Sie jeden Tag mindestens eine halbe bis eine Stunde an die frische Luft gehen. Es muss nicht immer gleich Sport sein. Der gute alte Waldspaziergang hat nichts von seiner therapeutischen Bedeutung verloren.
- Essen Sie schön frisch und ausgewogen. Kochen Sie am besten selbst und genießen Sie bereits die Vorbereitung.
- Erliegen Sie auf alle Fälle nicht der Versuchung, die Zigarette durch ein Mehr an Süßigkeiten zu ersetzen. Schneiden Sie sich stattdessen Äpfel, Möhren oder Paprika klein, futtern Sie Mixed Pickels, saure Maiskölbchen oder Gewürzgurken.
- Gehen Sie in dieser Phase möglichst nicht mit Ihren Freunden in die Kneipe, zum Bowlen, zum Kegeln, zum Kartenspielen oder dergleichen. Wenn darunter Raucher sind beziehungsweise wenn Sie gemeinsam Alkohol trinken, können Sie Ihrer Sucht weniger widerstehen.
- Schlafen Sie ausreichend – mindestens acht Stunden pro Nacht. Zum einem gilt der alte Spruch „Wer schläft, sündigt nicht“. Zum anderen machen Nachts körpereigene Polizisten Razzia im Körper und eliminieren die so genannten freien Radikale, die unter anderem für vorzeitige Alterserscheinungen und Krebsentstehung verantwortlich gemacht werden.
- Typisch für die erste Phase ist ein ständiges Händekribbeln. Ohne die Zigarette fehlt einfach etwas zwischen den Fingern. Als „Beschäftigungsprogramm“ für die Hände empfehlen Ex-Raucher Bleistifte, Haarspangen, Kieselsteine, Büroklammern oder Rosenkränze. Wer Spaß an handwerklichen Arbeiten hat, sollte in dieser Zeit seiner Schaffenslust keine Zügel anlegen. Auch Gartenarbeit ist eine sinnvolle Ablenkung.
- Wenn es wegen der Stoffwechselumstellung mit der Verdauung nicht klappt, helfen viel Mineralwasser, Obst, Dörrobst und Vollkornprodukte.
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