So erkennen Sie den gefährlichen Knochenschwund
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Osteoporose
vom 7. Oktober 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
Eine exakte Diagnose der Osteoporose ist äußerst wichtig und die Voraussetzung für eine optimale Behandlung. Nur so kann das gefürchtete Risiko von Knochenbrüchen wirksam eingedämmt werden.
Das sind die Anzeichen eines massiven Knochenabbaus:
- Rundrücken
- dumpfe chronische Rückenschmerzen
- Verlust von Körpergröße in wenigen Monaten um mehrere Zentimeter
- unerklärliche Knochenbrüche
- typische Veränderungen im Röntgenbild der Wirbelsäule (Bleistiftwirbel, Fischwirbel)
- aufgehobener oder extrem geschrumpfter Abstand zwischen dem seitlichen Rippenbogen und dem Beckenkamm durch eine Verkürzung der Wirbelsäule.
Leider gibt es nur wenig Ärzte, die wirklich auf Osteoporose spezialisiert sind. Hüten Sie sich vor unqualifizierten Diagnosen durch pseudowissenschaftliche Knochendichtemessungen an Handwurzel oder Fersenbein. Nur in Praxen oder Kliniken, in denen die Knochendichte mit einem so genannten DXA-Gerät gemessen wird, kann Ihre Knochenmasse wirklich kontrolliert werden. Die Untersuchung kostet etwa 50 Euro, ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Allerdings ist sie nicht für jeden über 50 nötig, sondern nur, wenn hinreichende Verdachtsmomente auf eine manifeste Osteoporose vorhanden sind.
Haben Sie bereits einen Knochenbruch durch Knochenschwund erlitten, übernimmt die Kasse die Kosten für diese Untersuchung. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse und Ihrem behandelnden Arzt darüber. Mein wichtiger Hinweis an die Frauen unter Ihnen: Das sollte nicht Ihr Gynäkologe sein. Er ist in diesem Fall nicht der richtige Ansprechpartner für Sie - selbst wenn manche diesen Eindruck erwecken. Eine manifeste Osteoporose ist eine schwerwiegende Erkrankung, die medizinisch richtig durch einen qualifizierten Internisten oder Orthopäden behandelt werden muss.