So erfolgreich kämpft die Mariendistel um Ihre Leber
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 7. Juli 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
eine noch wirkungsvollere leberschützende Heilpflanze als die Artischocke ist ihre enge Verwandte, die Mariendistel (Silybum marianum). Den Namen Mariendistel erhielt die Pflanze wegen ihrer milchweißen Streifen auf den Blättern. Eine Legende sagt, dass diese von der Milch Marias stammen, die auf der Flucht nach Ägypten beim Stillen des Jesuskindes auf die Blätter der Pflanze träufelte. Die Heimat der schönen Distel ist Südeuropa, Südrussland, Kleinasien und Nordafrika. An den Spitzen der Stängel sitzen Körbchenblüten, die purpurrot gefärbt sind und die Form einer kleinen Kugel haben. Man findet sie auch in unseren heimischen Gärten als Zierpflanze. Früher wurden die Wurzeln als Gemüse gekocht. Die Blütenköpfe wurden als Ersatz für Artischocken verwendet, die jungen Blätter aß man wie Spinat. Heute wird die Mariendistel nicht mehr als Nahrungsmittel verwendet.
Die Früchte der Mariendistel werden heute ausschließlich medizinisch genutzt. Denn sie enthalten den Wirkkomplex Silymarin. Er gehört zur Gruppe der Flavonoide - also zu den sekundären Pflanzenstoffen. Diese zählen zu den potentesten Heilmitteln der Natur. Etliche Untersuchungen der letzten Zeit belegen die schützende Wirkung des Silymarins für die Leber. Es ist gegen eine Vielzahl verschiedener Lebergifte wirksam. In zahlreichen Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass leberschädigende Stoffe deutlich abgeschwächt oder außer Gefecht gesetzt wurden. Das Lebergewebe wird gestärkt und kann sich wieder regenerieren. Die Mariendistel eignet sich sogar für die unterstützende Behandlung der Leberzirrhose, wie Professor Reinhard Saller vom Universitätsspital Zürich berichtet. In fünf Studien - so der Experte - konnte ein deutlicher Rückgang der Sterblichkeit nachgewiesen werden. Auch gefürchtete Begleiterscheinungen der Leberzirrhose wie Blutungen konnten eingedämmt werden.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Monica Aulfes (07.07. 2011 08:18 Uhr):
Danke für diesen sehr guten Artikel. Ergänzend könnte man noch hinzufügen, dass man in der Apotheke nicht nur die sehr teuren Mariendistel-Präparate kaufen muss; wie z.B. Legalon, sondern "Carduus Marianus" auch als homöopathische Globuli oder Tabletten bekommt - vorzugsweise D 12 Potenzen. Auch Mandragora, - Alraune ist ein sehr wirkungsvolles homöopathisches Mittel - das sich nicht nur auf die Leber - sondern auch auf den Magen-Darm- Gallebereich positiv auswirkt und Erleichterung bringt.. ebenfalls D12 Beste Grüße.
Antworten - Kommentar von Eva Maria Gräbe (07.07. 2011 11:04 Uhr):
Liebe Frau Sylvia Schneider! Vielen lieben Dank für Ihren sehr interssanten Beitrag über die Mariendistel! Ich lese Ihre Beiträge immer sehr gern, weil sie informativ und lehrreich sind. Ich sende lichtvolle Grüße und wünsche Ihnen einen schönen Sommer, Ihre Leserin Eva-M. Gräbe.
Antworten - Kommentar von Menath Roswitha (02.08. 2011 08:46 Uhr):
Liebe Frau Schneider, Ihren Bericht über die Mariendistel fand ich sehr interessant. Das werde ich einmal ausprobieren. Vielen Dank Roswitha Menath
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