So entgehen Sie der Winterdepression
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund zum Thema Depression
vom 4. Januar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Auch wenn die Temperaturen im Moment eher an Frühling erinnern, das Wetter präsentiert sich insgesamt eher grau in grau. An manchen Tagen verführt es regelrecht dazu, sich im Bett noch einmal herumzudrehen und sich die Decke über den Kopf zu ziehen. Gute Laune? Fehlanzeige. Vielmehr macht sich Trübsinn breit - bei manchen Menschen sogar saisonal abhängige Depression, auch als Winterdepression bekannt. Aber das muss nicht sein: Mit folgenden Tricks können Sie ihr vorbeugen.
- Suchen Sie das Licht. Sonne sorgt für gute Laune. Leider versteckt sie sich in den letzten Tagen ständig hinter Wolken. Doch auch von hier aus wird in Ihrem Körper das Hormon Serotonin angeregt, das Ihre Stimmung hebt. Gehen Sie daher auch bei trübem Wetter vor die Tür. Schon ein halbstündiger Spaziergang morgens oder mittags reicht aus, um genügend Licht zu tanken. Übrigens: wenn die Sonne doch scheint, versuchen Sie, trotz des hellen Lichts, zehn Minuten ohne Sonnenbrille spazieren zu gehen. So kurbeln Sie Ihre Hormonproduktion noch besser an.
- Verzichten Sie auf den Winterschlaf. Natürlich ist es verlockend, sich bei schlechtem Wetter einfach noch einmal herumzudrehen und weiter zu schlafen. Aber wichtiger ist es, wenn Sie Ihre Tagesstruktur beibehalten. Denn durch das fehlende Tageslicht ist Ihr Biorhythmus schon gestört. Verlieren Sie jetzt noch Ihre Tagesstrukturen, bleiben Sie zum Beispiel am Wochenende deutlich länger im Bett, fühlen Sie sich in der Woche erst recht schlapp und kaputt.
- Regen Sie Ihren Kreislauf an. Die beste Methode dafür sind kalte Kneippsche Güsse. Sie machen nicht nur fit, sondern helfen Ihnen auch, Infekte vorzubeugen. Zudem regen sie Ihre Durchblutung an. Alternativ dazu können Sie auch wechselnd kalt und warm duschen. Beginnen Sie immer mit dem warmen Wasser und enden Sie kalt. Das warme Wasser sollte dabei rund 36 Grad haben, nicht deutlich wärmer sein.
- Sorgen Sie auch im Haus für Tageslicht. Wenn Ihnen das helle Licht fehlt, können Sie ganz einfach Ihre normalen Glühlampen gegen so genannte Tageslichtlampen austauschen. Diese geben ein deutlich helleres Licht und regen so Ihre Hormonproduktion an. Die Lampen können auch helfen, wenn Sie morgens nicht aus den Federn kommen. Es gibt so genannte Lichtwecker, durch die Sie - wie bei einem Sonnenaufgang - mit langsam ansteigender Helligkeit geweckt werden. So kommen Sie morgens besser in Schwung - und tanken gleich das wichtige Licht.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von wipf fischer susanna (04.01. 2012 16:22 Uhr):
ja wenn das so einfach wäre mit dem Spazierengehen- mein Mann hat eine sogenannte Kälteurikaria, nichts mit Spazieren bei tiefen Temperaturen. Ein depressiver Mensch kann nicht einfach mit ein paar gutgemeinten Tricks aus seiner Depression gejuxt werden. Also die Tipps sind gut gegen Leute, welche mal einfach eine schlechte Laune haben aber sicherlich nicht für Leute mit richtigen Winterdepressionen, lassen Sie sich das gesagt sein, ich habe 18 Jahre Erfahrung mit einem depressiven Partner!
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