So drehen Sie selbst an Ihrer Altersuhr
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 5. September 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
selbstverständlich werden wir alle älter und niemand kann die Uhr des Lebens zurückdrehen. Aber Sie können selbst regulieren, wie schnell Ihre innere Altersuhr tickt. Die Alternsforschung hat inzwischen etliche der Mechanismen entschlüsselt, die die biologische Alterung langsamer oder schneller ablaufen lassen. Dabei stehen regelmäßiger Sport und die richtige Ernährung an erster Stelle.
Hier sind meine 5 wertvollen Tipps für Sie:
- Behandeln Sie wichtige Fettsäuren besonders schonend. Verwenden Sie beispielsweise nur kaltgepresste Öle bester Qualität. Bewahren Sie diese in dunklen Flaschen auf, umhüllen Sie sie am besten noch mit Alufolie. Denn die guten mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind äußerst empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Sauerstoff. Werden sie diesen Störfaktoren ausgesetzt, oxidieren sie. Dann lösen Sie in Ihrem Organismus eine Kettenreaktion aus, die unmittelbar Einfluss nimmt auf die Alterung von Gefäßen und Nervenzellen. Extrem oxidiertes Öl schmeckt scharf, bitter und ranzig. Weg damit!
- Lassen Sie Ihr Öl nicht verbrutzeln. Die großen Köche machen es vor: Erhitzen Sie Ihr Öl nicht zu sehr. Scharfes Anbraten ist von wenigen Ausnahmen abgesehen nicht mehr angesagt, „Braten Sie Ihr Bratgut lieber langsam aus", raten Ihnen Köche wie Schubeck und Lafer (und ich ...). Das gilt auch für Fleisch. Beim starken Erhitzen von Ölen oxidieren die Öle und bei schlechten Fetten bilden sich schädliche Transfettsäuren. Das beschleunigt Ihren Altersprozess. Olivenöl neigt kaum zur Bildung von Transfettsäuren. Mein Trick: Braten Sie Ihre Speisen mit Butterfett an und geben Sie vor dem Servieren ein wenig Olivenöl hinzu. So erhalten Sie alles, was das Öl so wertvoll macht. Oder geben Sie noch einen Stich gute Butter dran.
- Trinken Sie nie auf nüchternen Magen Alkohol. Wenn Sie vor einer Mahlzeit Alkohol trinken, essen Sie mehr! Das merken Sie noch nicht einmal. Wenn Sie Ihr Glas Wein jedoch erst zum Essen trinken, vermeiden Sie diese unbewusste Ess-und-Trink-Animation.
- Sparen Sie mit Zucker beim Backen und bei Desserts. Dieser ist aus der Sicht Ihrer Altersuhr kritisch zu bewerten. Machen Sie es wie meine Frau: Sie reduziert den bei Kuchen und Desserts angegebenen Zuckeranteil meist um mindestens 30 Prozent. Das schmeckt genauso gut oder oft sogar besser.
- Nehmen Sie keinen Snack mehr vor dem Schlafengehen. Sie sollten jetzt fett- und kohlenhydratreiches Essen vermeiden. Denn damit beeinflussen Sie die Ausschüttung des Somatotropen Hormons (STH). Es wird nachts gebildet und unterstützt Sie dabei, Ihr Gewicht zu halten. Durch den abendlichen Snack wird es blockiert. Wenn Sie noch „ein Hüngerchen" haben: Essen Sie ein paar Käsewürfel oder ein gekochtes Ei. Eiweiß beeinflusst STH nämlich nicht wesentlich.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Walter Rutz (05.09. 2011 08:17 Uhr):
Bei den Ölen stimme ich freudig zu. Der 2. Abschnitt macht mir Sorgen: Nehmen Sie Butterfett (wie die großen Köche) - oder ein Stück "gute Butter" dazu..... Tierische Fette wie Butterfett und Butter als Empfehlung halte ich im Zusammenhang mit Gesundheit für fraglich. Der Begriff "gute Butter" stammt aus der Nachkriegszeit und ist längst überholt, denn, sie ist wohl besser als gehärtete Fette, aber "gut" ist sie längst nicht..! Nr.3 - Trinken Sie gar keinen Alkohol, denn Sie brauchen ihn nicht. Nr.4 - Nehmen Sie gar keinen Zucker zum Backen oder für Desserts. Es gibt genügend Möglichkeiten, zuckerfreie Dinge herzustellen. Wir selbst haben es probiert und viele Rezepturen in unserem Freundeskreis veröffentlicht, die alle begeistert angenommen werden. Nr. 5 - Stimme Ihnen voll und ganz zu, wenn es um Eiweiß geht...FG - W
Antworten- Antwort von Rita Florin (05.09. 2011 20:02 Uhr):
Das gesündeste Öl ist Kokosöl, dieses bildet auch bei höheren Temperaturen keine schädlichen Transfette, dann Palmöl und dann Butter. Zucker kann man ganz weglassen, wenn man Stevia nimmt.(Das Süßkraut der Indianer)
- Antwort von Rita Florin (05.09. 2011 20:02 Uhr):