So äußert sich eine Allergie
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Allergien
vom 17. Januar 2012, 06:00 Uhr
GNL5356
So äußert sich eine Allergie
- Niesreiz und Juckreiz in der Nase
- Juckreiz im Mund oder im Hals
- Juckreiz am ganzen Körper
- geschwollene Lippen
- Schwellungen in Mund und Rachen
- asthmatische Beschwerden
- Magen- und Darmbeschwerden
- Nesselausschlag
- Neurodermitisschübe
- Ödeme
- Kreislaufbeschwerden
- anaphylaktischer Schock
Auffällig ist, dass Allergien in manchen Familien gehäuft auftreten. Allerdings wurden bislang keine Gene gefunden, die dafür verantwortlich zu machen sind. Doch wenn beide Elternteile Allergiker sind, hat der Nachwuchs ein Allergierisiko von 60 bis 80 Prozent. Experten vermuten, dass Umweltfaktoren für das Ausbrechen eine wichtige Rolle spielen könnten. Dazu zählt in erster Linie die Hygiene. In Ländern, in denen häufig Allergien auftreten, ist der hygienische Standard besonders hoch. In anderen Studien kam heraus, dass Allergien umso seltener auftreten, je mehr Menschen auf engem Raum zusammen leben.
Was hilft im akuten Notfall?
Für den akuten Notfall werden Ihnen vom Arzt Antihistaminika verordnet, die die Histaminausschüttung verhindern. Diese wurden in den vergangenen Jahren so weiterentwickelt, dass sie nicht mehr müde machen, weniger Nebenwirkungen haben, aber wesentlich gezielter wirken. Sie bringen Ihnen im Akutfall sofort Linderung.
Zum Einsatz kommen auch topische Mastzellenstabilisatoren (Cromoglicinsäure aus dem Bischofskraut), die ebenfalls die Bildung von Histamin behindern. Sie sollten jedoch bereits eine Woche vor dem Beginn der jeweiligen Pollensaison eingenommen werden. Nasenspray, Nasensalbe und Augentropfen mit dem Wirkstoff Levocabastin beseitigen die Symptome, wenn es Sie erwischt hat. Wenn die Allergie asthmatische Anfälle auslöst, hilft Ihnen Kortison-Spray. Soweit die Hilfsmöglichkeiten der Schulmedizin.