Sie haben Sie Wahl unter verschiedenen Linsentypen
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 6. August 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Linsen sind heute von hohem optischen Standard. Und es gibt sie inzwischen in großer Auswahl. Welche Linse für Sie die richtige ist, richtet sich nach Ihren Augen und Ihren Bedürfnissen. Das sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Kontaklinsenspezialisten oder Augenarzt entscheiden. Sie haben die Auswahl unter:
Formstabile Linsen: Diese früher hart genannten Linsen sind kleiner als die Iris. Die neueren Materialien lassen sehr viel mehr Sauerstoff durch als die alten Linsen und werden meist wesentlich besser vertragen als die älteren Generationen. Auch das Fremdkörpergefühl - das „Scheuern am Auge" - wird dadurch vermindert. Dennoch ist ihre Eingewöhnungszeit nach wie vor länger und die Augen müssen über ausreichend natürliche Feuchtigkeit verfügen. Was die Korrekturkraft angeht, so bringen harte Linsen nach wie vor die besten Ergebnisse, denn es lassen sich mit ihnen alle Sehfehler ausgleichen. Sie sind aufgrund ihrer härteren Oberfläche weniger schmutzanfällig als die weichen Linsen. Dadurch sind die Augen besser vor Entzündungen geschützt. Formstabile Linsen können mehrere Jahre im Einsatz sein.
Weiche Linsen: Sie sind feucht, biegsam und bedecken die ganze Iris. Sie sind angenehm zu tragen und erfordern keine große Eingewöhnungszeit. Da sie größer sind und mehr am Auge haften, fallen sie nicht heraus wie die harten es unter Umständen tun. Sie sind deshalb auch für Sport, Schwimmen und Sauna besser geeignet. Weiche Linsen sind im Normalfall sauerstoffdurchlässiger als die formstabilen Linsen. Sie verschmutzen dadurch allerdings auch schneller und müssen öfter durch neue ersetzt werden. Die Materialien der weichen Linsen wurden in den vergangenen Jahren stark verbessert, so dass heute auch eine leicht Hornhautverkrümmung sowie Alterssichtigkeit damit korrigiert werden können.
Wegwerflinsen: Das sind weiche Linsen, die nur einen Tag lang getragen und dann weggeworfen werden. Damit werden jeden Tag frische sterile Linsen verwendet, was die Infektionsgefahr des Auges durch bakterielle Verunreinigungen mindert. Noch ein Vorteil: Die Reinigungsprozedur entfällt. Die Wegwerflinsen sind jedoch nicht für alle Sehfehler zu haben, beispielsweise korrigieren sie nur Kurzsichtigkeiten bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl. Erweiterte Wegwerflinsen, die - je nach Hersteller - zwei, vier oder zwölf Wochen getragen werden, müssen ebenfalls über Nacht aus dem Auge heraus und gereinigt werden. Nach Ablauf der angegebenen Zeit müssen sie durch neue ersetzt werden.
Dauertragelinsen: Linsen mit verlängerter Tragezeit (VT-Linsen): Das können sowohl harte als auch weiche Linsen sein. Sie sollen über Nacht im Auge bleiben. Manche VT-Linsen müssen regelmäßig gereinigt werden, andere werden nach kürzerer Zeit durch neue ersetzt. Einige Kontaktlinsenspezialisten empfehlen VT-Linsen nur unter gewissen Umständen. Das Auge braucht nachts seine Erholungszeiten ohne Linse, sagen sie.
Torische Linsen: Das können harte oder weiche Linsen sein, die eine Hornhautverkrümmung korrigieren. Sie dürfen sich auf dem Augapfel nur minimal bewegen.
Mehrstärkenlinsen: Das ist das Pendant zu den Gleitsichtgläsern bei Brillen. Mehrstärkenlinsen - bifokale oder multifokale Linsen - korrigieren Alterssichtigkeit, indem sie eine Zone für Nahsicht und eine für Weitsicht haben. Sie können aus weichen oder formstabilen Materialien bestehen.
ähnliche Beiträge
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Tanja Nebel (06.08. 2009 20:31 Uhr):
Das mit den Linsen ist eine feine Sache, solange man nicht auf Prismen angewiesen ist. Ich persönlich habe ohne Prismen Doppelbilder, die beim Sport, insbesondere beim Ballsport, sehr hinderlich sind. Prismen lassen sich aber nicht in Kontaktlinsen schleifen...haben Sie auch dafür eine Lösung? Das wäre grandios... T. Nebel
Antworten