Sicher durch die Stich-Saison

in Fit in 8 Minuten
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Pünktlich zum Beginn des Sommers starten auch sie in die neue Saison: Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen. Ein Stich ist normalerweise nicht besonders schlimm, kann aber für manche Menschen weitreichende Folgen haben. Bundesweit reagieren rund drei Millionen Menschen mit einer Allergie auf die im Insektengift enthaltenen Enzyme. Wie kaum eine andere allergische Erkrankung kann die Insektengiftallergie von schweren bis hin zu tödlichen Symptomen begleitet werden. Damit Insektengiftallergiker sicher durch die Sommersaison 2012 kommen, gibt die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) hilfreiche Tipps zur Vorbeugung.


„Menschen mit einer Insektengiftallergie erhalten von ihrem behandelnden Arzt in der Regel ein Notfallset mit Medikamenten wie beispielsweise Adrenalin, einem Cortisonpräparat und einem Antihistaminikum", erklärt Prof. Torsten Zuberbier, Leiter der ECARF. „Gerade in den Sommermonaten erleben wir es aber häufig, dass das Notfallset am Strand, beim Joggen oder Radfahren nicht mitgeführt wird, obwohl es für den Notfall lebensrettend wäre. Eine kleine Schulter- oder Hüfttasche ist ein praktisches Transportmittel, um das Set im Notfall schnell zur Hand haben zu können". 

Weitere Tipps:

  • auf Wiesen nicht barfuß gehen      
  • nach einem Stich den Stachel so schnell wie möglich ziehen 
  • bei einer bekannten Insektengiftallergie nach einem Stich unverzüglich einen Arzt aufsuchen
  • Früchte, Süßspeisen und Getränke nicht unachtsam verzehren
  • Getränkedosen, Gläser und Flaschen abdecken oder nach Benutzung wieder verschließen - das gilt auch für Behälter mit Ketchup, Senf und Grillsoßen
  • Abfallbehälter sind für Insekten verlockend: Vor allem Wespen halten sich sehr oft dort auf - decken Sie die Behälter deshalb immer gut ab
  • grellbunte Kleidung verwechseln Bienen und Wespen gern mit Blumen - beim Aufenthalt im Freien deshalb lieber Kleidung mit dezenten Farben tragen
  • Schweiß zieht Insekten an, aber auch alle stark parfümierten Cremes mit Duftstoffen, Haarsprays und Parfum tun dies
  • Fliegen- oder Pollengitter bieten einen zusätzlichen Schutz an den Fenstern      
  • rasche und hektische Bewegungen wirken bedrohlich auf Wespe & Co. und sollten vermieden werden - langsame Bewegungen hingegen werden kaum wahrgenommen
  • Notfallmedikamente und Allergie-Pass immer in erreichbarer Nähe haben

 


von
Helmut Erb

Erfahren Sie hier mehr über Helmut Erb - unserem Sportexperten und Chefredakteur von Fit in 8 Minuten.

 
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