Shiatsu: Diese Dehnübungen vertreiben Darmprobleme und Schmerzen
Dr. Ulrich Fricke in Täglich Gesund zum Thema Shiatsu
vom 21. Juli 2009, 16:00 Uhr
GNL5356
Shiatsu beruht zwar auf dem jahrtausendealten Wissen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wurde aber erst im 20. Jahrhundert entwickelt - in erster Linie von dem japanischen Psychologen Masunaga Shizuto. Deshalb wird die Methode auch als die japanische Variante der Akupressur bezeichnet. Die Bezeichnung Shiatsu setzt sich aus den beiden japanischen Wörtern shi (= Finger) und atsu (= Druck) zusammen. Shiatsu versteht sich als eine ganzheitliche Behandlungsform. Es sollen also nicht nur körperliche Beschwerden behoben werden, sondern auch Geist und Seele finden nach einer Shiatsu-Behandlung Ruhe und Entspannung.
Gegen diese Beschwerden wirkt Shiatsu:
- Kopfschmerzen und Migräne
- Nackenverspannungen
- Rücken- und Gelenkschmerzen
- Asthma und Bronchitis
- Verdauungsprobleme (Blähungen, Verstopfungen)
- Nervosität, Schlaflosigkeit
Die Methode: Druck auf Akupunkturpunkte beseitigt Energieblockaden
Gesundheit bedeutet nach den Vorstellungen der TCM ein ungehindertes Fließen der Lebensenergie Qi. Wird dieser Energiefluss durch einen ungesunden Lebensstil, Stress, schlechte Ernährung oder Bewegungsmangel gestört, kommt es zu einer Erkrankung. Um die Gesundheit wiederherzustellen, werden in der TCM so genannte Akupunkte gereizt, die sich entlang von Meridianen (Energieleitbahnen) über den gesamten Körper verteilen. Dabei ist jeder Meridian dem Energiefluss eines bestimmten Organs zugeordnet (z. B. Lunge, Milz, Leber usw.). Bei der Akupunktur werden die Akupunkte auf den Meridianen gezielt mit Nadelstichen behandelt und bei der Akupressur massiert.
Beim Shiatsu - und vor allem bei dem im Westen am weitesten verbreiteten Zen-Shiatsu - wird zur Stimulierung des Energieflusses nicht nur ein einzelner Punkt, sondern durch Druckmassagen oder Dehnungen der gesamte Meridian aktiviert. Dabei bearbeitet der Therapeut die Druckpunkte auch mit Knien und Ellenbogen. Dazu kommen rhythmische Trommelbewegungen auf dem Körper des Patienten, die einen „Energiestau" beheben und das dazugehörige Organ reaktivieren sollen.
Sie benötigen mindestens 6 Behandlungen
Shiatsu ist ein sehr sanftes Verfahren, bei dem Sie keine Nebenwirkungen befürchten müssen. Es darf allerdings nicht bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Beschwerden angewendet werden. Eine Behandlungssitzung dauert 60 Minuten und kostet etwa 50 €. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollten Sie etwa sechs Behandlungen im wöchentlichen Abstand vornehmen lassen. Angeboten wird Shiatsu von speziell ausgebildeten Heilpraktikern und Masseuren. Die Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten in der Regel nicht.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Oliver Schönen (30.07. 2009 19:03 Uhr):
Es handelt sich zwar um einen sehr schönen Bericht über Shiatsu, aber die in der Überschrift angekündigten Dehnübungen fehlen. Oder habe ich etwas übersehen? LG., Olli
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