Setzen Sie auf Obst und Gemüse
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Obst und Gemüse
vom 10. Februar 2010, 06:00 Uhr
GNL5223
sekundäre Pflanzenstoffe stehen bei uns hoch im Kurs, und ich lasse keine Gelegenheit aus, Sie darauf hinzuweisen, wie gesund der Genuss von Obst und Gemüse ist. Denn nicht nur den Vitaminen und Mineralstoffen, auch den sekundären Pflanzenstoffen werden wahre Wunderheilkräfte zugesprochen. Sie entfalten eine Vielzahl von Schutzfunktionen im Körper - vom Schutz gegen Diabetes über Herzinfarkt bis hin zu Entzündungen. Auch eine Vorbeugung gegen Krebs erhofft man sich von ihnen. Während viele dieser positiven Wirkungen von der Wissenschaft bestätigt wurden, ergaben vor einer Weile erste Studienergebnisse, dass die sekundären Pflanzenstoffe nicht vorbeugend gegen Brust- und Prostatakrebs zu wirken scheinen. Das letzte Wort ist darüber allerdings noch nicht gesprochen. Denn bei Lungen- und Darmkrebs sind günstige Einflüsse zu verzeichnen.
Wie immer wenn eine Sache zu einseitig angepriesen wurde, ist nun bei vielen Ernährungspredigern die Enttäuschung mal wieder groß. Die Erwartungen an die guten Inhaltsstoffe der Pflanzen seien möglicherweise zu hoch gegriffen, klagen manche. Schon überlegt man, die Empfehlung, fünf mal am Tag Obst und Gemüse zu essen, zu revidieren. Ich meine, das ist absoluter Unfug und entspringt dem Wunsch, ein Wundermittel zu finden, das gegen jede Krankheit und vor allem gegen den Tod hilft - ohne dass man groß etwas dafür tun müsste. Das ist Kinderglaube. Gesunde Ernährung bedeutet, dass wir jeden Tag gesund essen und dabei alles nutzen, was die Natur für uns vorgesehen hat. Motto: Von allem alles, das aber in einer ausgewogenen Mischung und manches nur in Maßen. Und ganz wichtig: regelmäßige Bewegung! Denn die schützt auch vor Krebs und etlichen anderen Erkrankungen. Dazu passt in jedem Fall viel Obst und Gemüse! Wie sehen Sie das?
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Walter Wiesmath (10.02. 2010 10:03 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, die Beiträge in Naturmedizin aktuell lese ich immer mit großem Interesse. Wie Sie in dem aktuellen Beitrag schreiben scheint es so, als ob die Menschheit auch heute noch, so wie die Alchemisten und die alten Yogis, glaubt ein ewiges Leben auf dieser Welt erreichen zu können. Dazu wird geforscht und für jede Krankheit ein Mittel gesucht. Übersehen wird, dass eine höhere Macht unseren Planeten mitsamt dem Weltall so eingerichtet hat wie es ist und dazu gehört auch das Sterben der Lebewesen auf dieser Erde. Genauso wenig wie es uns Menschen möglich ist ein Perpetuum Mobile zu bauen ist es uns nicht möglich die Medizin oder Ernährungsweise zu finden, die uns ein ewiges Leben ohne Krankheit garantiert. Alleine die Empfehlung fünf mal am Tag eine Portion Obst und Gemüse gekocht oder roh zu essen ist auf die Dauer nicht durchzuhalten. Man soll dazu ja auch noch 2 bis 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Hat denn schon mal jemand versucht sich als Bauarbeiter, Landwirt oder Forstarbeiter auf diese Weise fit und leistungsfähig zu erhalten? Jedes Ding hat zwei Seiten und mir scheint, dass die Forscher jeweils nur eine Seite sehen und sich dann irgendwann mal wundern , dass es die andere auch noch gibt. Einen ausgeglichenen Tag wünscht Ihnen Walter Wiesmath, der sich im Alter von 80 Jahren trotz all der vielen Experimente noch bester Gesundheit erfreut.
Antworten - Kommentar von Ursula Menzel (10.02. 2010 10:55 Uhr):
Auch ich bin ein Fan von Obst und Gemüse und fühle mich dabei sehr wohl. Ich habe eine leichte Diabetes, nehme 2x tägl. Tabletten. Allerdings möchte ich auf Dauer keine Chemie nehmen. Was kann ich tun, damit ich die Krankheit, ohne Chemie in den Griff bekomme. Übrigens esse ich kaum Fleisch, dafür aber umso mehr Fisch. Auf meinem rechten Auge ist meine Sehkraft eingeschränkt. Auch das linke Auge soll ich wegen eines leichten grauen Stars operieren lassen. Gibt es eine Heilung ohne OP? Durch Entzündungen in den Augen wird meine Sehkraft durch eine OP nicht wesentlich verbessert. Gibt es einen Weg auf der Naturbasis? mfg Ursula Menzel
Antworten - Kommentar von Wilhelm Pfeifer (10.02. 2010 10:56 Uhr):
Ja, das sehe ich genauso -mit Obst + Gemüse. Denn das entspricht unser natürlichen Ernährung seit Jahrmillionen. Alles Andere - Erhitztes durch Zufall und Notwendigkeit zu Überleben der Hungerszeiten entstanden.
Antworten - Kommentar von Gisela Fischer (10.02. 2010 11:29 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, da ich Ihre Tipps immer lese und meistens sehr gut finde, würde ich lieber liebe Frau Schneider schreiben, auch wenn wir uns nicht kennen. Ich hatte mit 14 Blutkrebs. Ab 24 habe ich weder Obst noch Gemüse noch Wasser vertragen, sonst Durchfall, richtig schlimm. Seit 2 Jahren kann ich ab und zu Salat und Gemüse essen, allerdings am besten gebraten. Wasser ist unterschiedlich. Keine Ahnung, warum es plötzlich geht, vielleicht die Wechseljahre, bin jetzt 55. Ich denke, Ernährung allein kann es nicht sein, sonst hätte ich wahrscheinlich die letzten 30 Jahre nicht überlebt. Gehört nicht auch der Umgang mit den Befindlichkeiten und das, was ich darüber denke also meine Glaubenssätze auch mit dazu? Übrigens danke für den Newsletter.
Antworten - Kommentar von Dieter (10.02. 2010 11:36 Uhr):
Das mit dem Wundermittel haben Sie köstlich ausgedrückt! Wie sagte schon Immanuel Kant in seiner Kritik der Bequemlichkeit, es gibt schließlich studierte Leute, die werden schon für mich denken. Da brauche ich mich nicht selbst anzustrengen. Der studierte Doktor wird mich schon wieder reparieren! Mit freundlichen Grüßen Dieter
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- Kommentar von Erdmute Dübgen (10.02. 2010 12:59 Uhr):
Ja, Frau Schneider, ich sehe es genau wie Sie, daß Ballaststoffe jeglicher Art existenziell wichtig sind und man darf Gott danken, daß wir soviel Zugang zu wertvoller Nahrung haben, denn nur im Dank wird uns auch der Segen bewußt werden.
Antworten - Kommentar von Ruedi Buser (10.02. 2010 16:17 Uhr):
Zum Thema wie wir durch die vielen Ernährungsempfehlungen in Ohnmacht verfallen, gibt es ein Buch mit dem Titel: Kampf dem Ernährungstod. Es gibt zudem ganz praktische Hinweise, wie wir gesund älter werden können, ohne auf den Genuss im Leben zu verzichten. Spannend, unterhaltsam und nützlich.
Antworten - Kommentar von Monika Sitorius (10.02. 2010 16:30 Uhr):
Sehr geehrte Frau Schneider, das sehe ich genauso. Ich möchte nur hinzufügen, dass zu dem ausgewogenen Essen und der regelmäßigen Bewegung noch die geistige und seelische Hygiene dazugehören. Diese beiden Komponenten dürfen auf keinen Fall vernachlässigt werden, wenn man auf Dauer gesund bleiben will. Mit freundlichen Grüßen Monika Sitorius
Antworten - Kommentar von uhlenwinkel elke (10.02. 2010 17:22 Uhr):
Wir essen jeden Tag einen Teller Obst,mit 3 oder 4 verschiedenen Sorten.
Antworten - Kommentar von Elke Finette (10.02. 2010 21:56 Uhr):
Im Prinzip glaube ich auch an den Segen der Natur - solange Natur noch Natur ist. Wenn man jedoch regelmässig von belasteten Obst und Gemüse in der Presse liest, verzweifelt man. Kölle Alaaf !
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- Kommentar von Angelika Mooney (10.02. 2010 22:11 Uhr):
Ganz meiner Meinung.MfG gelidaheim
Antworten - Kommentar von Martina Witzel (10.02. 2010 22:24 Uhr):
Ich bin ganz Ihrer Meinung. Nur weil für eine der Krebsarten kein eindeutig positiver Effekt der Heilung nachweisbar ist, sollte man die Empfehlung für Obst und Gemüse nicht gleich wieder über den Haufen schmeißen. Schließlich sind die positiven Effekte ja in der Überzahl. Hervorzuheben wäre z.B. auch das Pektin im Apfel, das allein durch seine Fähigkeit, Giftstoffe zu binden und mit seiner Quellwirkung einen nachgewiesenermaßen senkenden Effekt auf Diabetes hat.
Antworten - Kommentar von Brigitte Weskamp (11.02. 2010 14:30 Uhr):
Liebe Frau Schneider, auch ich bin als Ernährungsexpertin tätig und Sie sprechen mir aus der Seele. Wie wichtig ist es doch jeden Tag und wirklich j e d e n Tag viele verschiedene Sorten Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Seit ich jeden Tag 27 verschiedene Sorten Obst und Gemüse sonnenausgereift und frisch verarbeitet zu mir nehme, habe ich viel weniger Enrzündungen, Erkältungen, Herpes und bin vor allem nicht mehr so müde und abgeschlagen, außerdem regeneriere ich viel schneller nach körperlicher Anstrengung. Wenn doch nur die Menschen erkennen würden, was sie sich Guters tun könnten mit gesunder Ernährung. Die Krankheitskosten von vielen Milliarden € pro Jahr könnten mit Sicherheit um einiges reduziert werden. Aber ich bin sicher, dass wir mit entsprechenden Aufklärungskampagnen mit der Zeit viele Menschen davon überzeugen können, etwas in dieser Richtung für sich zu tun. Ich habe durch meine Tätigkeit schon sehr vielen Menschen zu mehr Gesundheit verholfen. Gerne würde ich mich mit Ihnen auch mal persönlich über diese Thema austauschen. Mit freundlichen Grüßen Brigitte Weskamp
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