Schwimmsaison: Halten Sie Ihre Ohren trocken!
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 10. Juni 2008, 05:00 Uhr
GNL5356
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
mit der Schwimmbad- und Tauchzeit taucht auch ein Krankheitsbild wieder auf: die Bade-Otitis. Diese Ohrentzündung kann sich einstellen, wenn Sie Wasser ins Ohr bekommen. Bei meinen Taucher-Kollegen gibt es etliche, die davon ein Lied singen können. Mit dem Badewasser gelangen Bakterien ins Ohr, die in dem feuchtwarmen Milieu bestens gedeihen und sich vermehren können. Gefährdet sind vor allem auch schlecht eingestellte Diabetiker.
Die Entzündung äußert sich durch
- Schmerzen
- Druckgefühl
- Juckreiz
- eitriger Ausfluss
Klassisch wird die Bade-Ohrentzündung so behandelt: Der Arzt reinigt das Ohr von dem eitrigen Sekret und legt einen mit Isopropanol getränkten Mullstreifen in Ihr Ohr. Wenn Sie Schmerzen haben, wird er Ihnen Nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclofenac verordnen. Stellt sich nach zwei bis drei Tagen keine Besserung ein, werden lokale Antibiotika zum Einsatz kommen. In ihnen ist der Wirkstoff Ciprofloxacin enthalten. Er gilt als besonders wirksam gegen die Erreger. Wenn Sie wissen, dass Sie zur Ohrentzündung neigen, schützen Sie Ihre Lauscher beim Baden vorsorglich mit Wattebäuschen, die Sie sofort nach dem Landgang wieder entfernen und sich dann dir Ohren sanft aber gründlich austrocknen.
Auch wenn Sie tauchen, sollten Sie Ihre Ohren trocken halten, um diese Gehörgangsentzündung zu vermeiden. Tauchgeschäfte bieten Ihnen dafür spezielle Ohrstöpsel an.
Machen Sie es gut!
Ihr
Helmut Erb