Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Gelenke
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Schwefel genießt in der Medizin ein hohes Ansehen. Schon im Altertum galten Schwefelbäder als vorzügliches Heilmittel gegen Hautkrankheiten und Alterszipperlein. Heute ist das Baden in schwefelhaltigen Quellen fester Bestandteil der Therapie bei Rheumaerkrankungen. Schwefel wirkt bei lokaler Behandlung mild gegen Bakterien, Pilze und Parasiten. Bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises lindert er Schmerzen, baut Entzündungen ab und den Gelenkknorpel wieder auf. Der wohltuende Effekt tritt schon während des Badens ein. Die Wirksamkeit von Schwefel als Badezusatzes ist klinisch belegt. Kurorte mit Schwefelquellen haben seit jeher einen großen Zulauf.
Schwefelbäder für zu Hause erhalten Sie von unterschiedlichen Herstellern in der Apotheke. Die Wärme des Badewassers verbessert die Durchblutung der Haut und damit die Schwefelaufnahme. Bei einer Wassertemperatur von 37 bis 39 Grad werden die Schwefelpartikelchen am besten von der Haut aufgenommen. Als unterstützende Therapie bei rheumatischen Krankheiten empfiehlt sich die zweimalige Anwendung pro Woche. Nach 20 Minuten sollten Sie das Bad beenden, denn sonst weicht Ihre Haut zu sehr auf und trocknet aus.