Schwangere: Besser kein Soja essen
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Soja
vom 17. Juni 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Werdende Mütter sollten für die Zeit der Schwangerschaft auf Gerichte mit Soja oder Sojaprodukte besser verzichten. Die in Soja enthaltenen Pflanzenhormone könnten die Sexualentwicklung des Ungeborenen beeinflussen - insbesondere wenn es sich um einen Jungen handelt. Hinweise darauf gaben Ergebnisse von Tierexperimenten. Die schwangeren Versuchstiere waren mit dem Soja-Hormon Genistein gefüttert worden, das eine östrogenähnliche Wirkung entfaltet. Die männlichen Jungen, die sie zur Welt brachten, hatten kleinere Hoden und eine übergroße Prostata. Als Erwachsene waren sie unfähig, ihren Samen abzugeben.
Wie immer kann man diese Ergebnisse natürlich nicht nahtlos auf den Menschen übertragen - zumal die Männer dort keine Probleme damit haben, wo Soja zu den Hauptnahrungsmitteln zählt. Dennoch sind die unerwünschten Nebenwirkungen der Pflanzenhormone nicht hinreichend geklärt. Das gilt besonders für die isolierten Wirkstoffe, die beispielsweise zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen zum Einsatz kommen. Was die Forscher besonders hellhörig machte: Mittlere Genistein-Mengen brachten schlimmere Ergebnisse als hohe.
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