Schützen Sie Ihre Zähne
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 28. Oktober 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
Da in industriell hergestellten Lebensmitteln meist mehrere Süß- und Zuckerstoffe eingesetzt werden, sollten Sie sich auch nicht von dem Argument in die Irre führen lassen, Süßstoff sei gewissermaßen gut für die Zähne, weil er keinen Karies begünstige. Wenn Sie zuckerfreie Süßigkeiten kaufen wollen, achten Sie auf das Symbol "Zahnmännchen", das für "zahnfreundlich" steht. Wenn Sie gerne Bonbons lutschen, essen Sie lieber mal zwei oder drei hintereinander, als den ganzen Tag einen Bonbon im Mund zu haben. Das irritiert erstens Ihre Bauchspeicheldrüse und zweitens werden durch das viele Lutschen durchgehend Säuren gebildet, die Ihren Zahnschmelz angreifen.
Sind in einem Nahrungsmittel Zuckeraustauschstoffe oder andere Zuckerarten enthalten, müssen Sie auf alle Fälle ans Zähneputzen denken. Zuckeraustauschstoffe haben zwar meist nur die Hälfte der Kalorien des normalen Zuckers (1Gramm Haushaltzucker: 4 Kalorien, 1 Gramm Zuckeraustauschstoff: 2, 4 Kalorien). Dafür schmecken sie oft auch nicht so süß. Zuckeraustauschstoffe greifen dennoch in gewissen Ausmaß Ihre Zähne an und wirken in größeren Mengen abführend. Vorteil der Zuckeraustauschstoffe: Sie lassen meist Ihren Blutzuckerspiegel weitgehend in Ruhe.
Wenn Sie gerne Süßigkeiten wie Schokoküsse naschen, sollten Sie wissen, dass viele zuckerfreie Varianten dennoch relativ viele Kalorien enthalten, etwa weil sie eine fetthaltige Glasur haben. Bei zuckerfreien Früchteriegeln kommt die Süße meist aus getrockneten Früchten, deshalb bringen sie genauso viele Kalorien mit. Auch Fruchtzucker ist ein Feind Ihrer Zähne. Studien des Deutschen Institutes für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke kamen gerade zu dem Ergebnis, dass Fruchtzucker offenbar schneller dick macht als gewöhnlicher Haushaltszucker. Warum das so ist, muss noch untersucht werden.