Schon Hildegard von Bingen schwor auf Heilerde
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell
vom 18. Januar 2011, 06:00 Uhr
GNL5356
die kluge Äbtissin wusste, dass der feine naturreine Löss heilende Wirkung besitzt. Die Heilerde kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Auf die Haut gebracht soll sie Schadstoffe aus dem Körper ziehen, Eiter und Wundsekret absorbieren sowie den Stoffwechsel der Haut unterstützen. Bei der äußerlichen Anwendung wird die Heilerde feucht auf die Haut aufgetragen. Der Löss muss so extrem fein gerieben sein, dass der Austausch zwischen Haut und Heilerde - von außen nach innen und umgekehrt - auch wirklich funktioniert. Die Körnchen liegen im Mikrobereich, können aufquellen und Fremdstoffe wie Stoffwechselprodukte aufnehmen. Je feiner die Körnchen, umso mehr können sie binden. Beim Trocknen ziehen sie Sekrete, Giftstoffe und Talg mit heraus. Unter der Heilerde wird die Haut warm, die Durchblutung wird in den tieferen Schichten angeregt. Davon profitieren auch Ihr Kreislauf und Ihr Stoffwechsel.
Um ihre volle Wirkung entfalten zu können, muss Heilerde getrocknet, gemahlen, gesiebt und frei von Zusätzen sein. Dann wird sie mit kaltem oder warmem Wasser, Kamillentee, Essigwasser oder einer Heilkräuterabkochung zu einem streichfähigen Brei verrührt und aufgetragen (genaue Dosierungen entnehmen Sie den Packungsanweisungen). Darüber kommt ein feuchtes Tuch, das wiederum mit einem trockenen Tuch überdeckt wird. Ist die Masse porös und bröckelig geworden, können Sie sie abwaschen. Bei eiternden und blutenden Wunden wird das Heilerdepulver trocken aufgetragen. Die Erde nimmt das abfließende Sekret, Bakterien und Zersetzungsprodukte auf, sie fördert die Bildung von heilungsfördernden Krusten und die bessere Durchblutung der Haut. Die mineralischen Bestandteile der Heilerde sorgen dafür, dass sich das Hautgewebe rascher erholt. Auch Entzündungen der Haut heilen rascher ab.
Bleiben Sie natürlich gesund!
Ihre Sylvia Schneider
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Volker Specht (18.01. 2011 07:28 Uhr):
Nur Stoffe in kolloider Form können die lipidhaltige Zellmembran passieren. Nährstoffe und Heilmittel von außen nach innen und Schadstoffe von innen nach außen. Das einzelne Kolloid ist typischerweise zwischen 1 nm, - Nanometer, und 10 µm, - Mikrometer groß. Volker Specht
Antworten - Kommentar von christiane rosdobutko (24.01. 2011 09:41 Uhr):
Danke für die Erinnerung, Heilerde ist ein so gutes und altbewertes Mittel und doch gerät es immer in Vergessenheit, hab einst meinen Sohn mit Heilerde behandelt,- schwerste Akne und muss gestehen dass wir es nicht heilen konnten dadurch nur lindern und glaube dazu beizutragen das er nicht so viele Narben hat heute... Am Ende machte er doch eine Tabletten Kur da seine Psyche schon sehr leidete, wir machten das fast 2 Jahre .... aber danke und mit großem Interesse verfolge ich Ihre Beiträge und erinnere auch andere daran !!! Danke Ihre Christiane Rosdobutko
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