Schon geringer Wassermangel belastet das Gehirn
Dr. Martina Hahn-Hübner in Täglich Gesund
vom 21. Februar 2012, 16:00 Uhr
GNL5356
Schwer vorstellbar - aber wahr: zu immerhin 90 Prozent bestehen wir Menschen aus Wasser. Dementsprechend wichtig ist es, schon kleine Wassermängel sofort auszugleichen, denn sie machen sich, so gering sie auch sein mögen, sofort bemerkbar. Eine geringe Verschlechterung unseres Wasserhaushalts führt zu Konzentrationsschwierigkeiten, fehlender Energie, schlechter Stimmung oder verschlechterter körperlicher Leistungsfähigkeit.
Leider achten viele Menschen nur auf ihren Flüssigkeitshaushalt, wenn es warm ist oder sie sich besonders stark bewegen. In allen anderen Situationen verlassen sie sich darauf, dass es ein sicheres Anzeichen gibt, wann der Wasserhaushalt zu schwach wird: der Durst.
Aber Durst ist ein trügerisches Signal. Er macht sich erst spät bemerkbar: verlieren Sie ein oder zwei Prozent Ihres Wassers, das im Körper gespeichert ist, werden Sie dieses Gefühl noch nicht haben. Aber schon ein so geringer Flüssigkeitsverlust kann gravierende Folgen haben. Das haben Wissenschaftler der University of Connecticut herausgefunden.
Die Forscher hatten 51 junge Männer und Frauen zu einer Studie gebeten, in der der Frage nachgegangen wurde, ab wann sich Wassermangel im Körper bemerkbar macht und mit welchen Folgen gerechnet werden muss.
Die Studienteilnehmer liefen auf dem Laufband. Danach absolvierten sie Fragerunden und nahmen an Gedächtnistests teil. Dabei zeigte sich, dass alle von ihnen, die während und nach der Laufeinheit nichts zu trinken bekommen hatten, unter Kopfschmerzen litten. Zudem waren sie müde und konnten sich kaum konzentrieren, auch arbeitete ihr Gedächtnis schlechter als normal. Den Teilnehmern war darüber hinaus gemeinsam, dass ihre Stimmung schlechter war. Diese Folgen des Wassermangels konnten schon beobachtet werden, wenn der Körper nur um 1,5 Prozent dehydriert war. Auch stellten die Wissenschaftler fest, dass die teilnehmenden Frauen deutlicher unter Wassermangel litten als die Männer, die den Versuch absolviert hatten. Woher aber der Geschlechterunterschied kommt, können die Forscher noch nicht erklären - dies muss noch weiter erforscht werden.
Die Wissenschaftler empfehlen aufgrund ihrer Erkenntnisse jedem, darauf zu achten, dass er ausreichend Wasser am Tag trinkt. Empfohlen werden ungefähr zwei Liter. Ob diese Menge für Sie ausreicht, so die Forscher, können Sie ganz leicht selbst feststellen: Achten Sie auf Ihren Urin. Trinken Sie genug, ist dieser klar bzw. hell.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Monika Tachernegg (21.02. 2012 17:30 Uhr):
Ja, das stimmt tatsächlich, habe es auch an mir schon festgestellt. Deshalb habe ich immer gefüllte Wasserflaschen in der Wohnung herumstehen, so vergesse ich nicht aufs trinken.
Antworten - Kommentar von Josef Hehle (21.02. 2012 19:38 Uhr):
Sehr geehrte Frau Dr. Hahn-Hübner, Ihren Bericht kann ich mit gut bewerten, da Wasser das Lebenselixier Nr. 1 ist. Doch was nützt es, wenn den Menschen fast ausschließlich nur noch belastetes Wasser zum Trinken angeboten wird. Fast wöchentlich wird aus irgendeiner Ecke Deutschlands von belastetem Wasser berichtet, sei es jetzt PFT, Phtalate, Bisphenol A, Antibiotika, Arzneimittelrückstände, Östrogene oder Uran u. Chlor, siehe auch: /www.taz.de/Millionen-Menschen-betroffen/!87064/ oder http://www.food-detektiv.de/exklusiv.php?action=detail&id=71 Ich könnte Ihnen jetzt weitere 30-50 Berichte und Beweise hier einstellen, will Sie jedoch damit nicht zumüllen. Mineralwasser ist teilweise ebenso belastet und ist also nicht die wirkliche Alternative. Wie Sie bereits vermuten - ja, ich befasse mich mit diesem Thema und wir bieten für privat wie für Hotel & Gastronomie wie auch für Büro's die ideale und vor allem sichere Lösung an, wobei die Umwelt dadurch nicht belastet sein soll. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und Sie dürfen mich gerne kontakten. Mit den besten Grüßen aus Essen, Josef Hehle
Antworten - Kommentar von peter may (22.02. 2012 05:35 Uhr):
Ich bin 73 Jahre alt. Ich habe seit meinem 27. Lebensjahr niemels mehr pures Wasser getrunken. Anstatt dessen trinke ich neben Fruchtsaft, Milch und Bier zwei bis drei TassenTee oder Kaffee pro Tag. Es mag sein, dass ich den restlichen Teil meines Wasserbedarfs aus Obst und Gemuese bzw. anderen Nahrungsmitteln beziehe... Aber es geht mir gesundheitlich nicht schlecht. In meinen Jugendzeiten habe ich niemals eine Dame mit einer Zwei-Liter-Flasche voller Wasser in einem oeffentlichen Verkehrsmittel gesehen. Heute schleppen nahezu alle Jungs und Maedels, nahezu den ganzen Tag ueber, diese Fluessigkeit mit sich. Dies scheint mir ein Ergebnis der Kooperation der Mediziner mit den Mineralwasser-Produzenten!
Antworten - Kommentar von Maria Uhde (22.02. 2012 09:25 Uhr):
Wieder mal einer der guten Artikel, diesmal über die Auswirkungen von nicht getrunkenem Wasser, der kurz und prägnant eine wesentliche Information zusammenfasst. Danke.
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